Drei Meter großer Diakonie-Adventkranz vorm Brucknerhaus
LINZ/GALLNEUKIRCHEN. Der Diakonie-Adventkranz, mit einem Durchmesser von drei Metern, ziert auch in diesem Jahr das Linzer Donauufer vor dem Brucknerhaus. Die Kerzen tragen die Handschrift von Magdalena Zehetner, Künstlerin im Atelier der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks in Gallneukirchen.

„Der Diakonie-Adventkranz ist ein leuchtendes Symbol für Zusammenhalt und Hoffnung – gerade in einer Zeit, die für viele von Unsicherheiten und Herausforderungen geprägt ist. Er erinnert daran, wie wichtig soziale Verbundenheit und Mitmenschlichkeit sind, um gemeinsam Stärke zu finden und Brücken zu bauen“, betont Daniela Palk, Vorständin im Diakoniewerk bei der offiziellen Übergabe.
Kurzkonzerte im Brucknerhaus
„Die Kerzen im Diakonie-Adventkranz sind auch als eine Einladung ins Brucknerhaus Linz zu sehen: jeden Tag bis 23. Dezember präsentieren wir Kurzkonzerte bei freiem Eintritt mit einer Länge von max. 40 Minuten (Ausnahme 8. Dezember). Mit dieser stimmungsvollen musikalischen Reihe öffnen wir das Haus in dieser ganz besonderen vorweihnachtlichen Zeit und laden möglichst viele Menschen dazu ein, uns zu besuchen und im besten Fall ein eindrucksvolles Konzert zu erleben“, so Johanna Möslinger, Interimistische Künstlerische Geschäftsführerin Liva.
Ein Unikat, hergestellt von Menschen mit Behinderungen
Besonders ist nicht nur die Entstehung des ersten Adventkranzes vor mehr als 180 Jahren, sondern auch seine Entstehung heute. War es damals Johann Hinrich Wichern, der das Warten auf Weihnachten mit einem kerzenbestückten Wagenrad verkürzte, so sind es heute Menschen mit Behinderungen, die ihre Fähigkeiten einsetzen, um den Adventkranz fertigzustellen. Das Team der integrativen Beschäftigung in der Gärtnerei & Bioladen Friedenshort des Diakoniewerks in Gallneukirchen hat den Drei-Meter-Kranz mit hauseigenem Reisig und in Windeseile gebunden.
Zur Geschichte des Adventkranzes
Entstanden ist der erste Adventkranz 1839 im ersten Haus der Diakonie in Hamburg in Form eines Wagenrads. Die Idee hatte der evangelische Theologe und Pädagoge Johann Hinrich Wichern. Er kümmerte sich um sozial benachteiligte und körperlich behinderte Kinder. Sie warteten genauso ungeduldig auf Weihnachten wie die Kinder heute. Tägliche Geschichten und das Flackern einer weiteren Kerze, montiert auf einem Wagenrad, verkürzten die Zeit.
Der Adventkranz war erfunden, einer, der mit einer Kerze für jeden Tag des Advents gleichzeitig Adventkalender war. Ab 1851 wurde der Überlieferung nach der Holzreif erstmals mit grünem Tannenreisig geschmückt. Aus dieser Tradition hat sich der heutige Adventkranz entwickelt.


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