Linzer Posthof gibt Europas Musiktalenten eine Bühne
LINZ. Liveurope ist eine Plattform von aktuell 24 Konzerthäusern quer verteilt über Europa, die sich der Förderung aufstrebender, europäischer Musiker verschrieben hat. Österreich ist mit dem Linzer Posthof vertreten.

Das mit der Förderung von aufstrebenden Musiktalenten ist so eine Sache. Auf der einen Seite braucht es Auftritte, um bekannt zu werden. Auf der anderen Seite ist es für die Veranstaltungshäuser ein gewisses Risiko, wenn der Kartenverkauf für noch relativ unbekannte Namen zäh verläuft.
Hier kommt Liveurope ins Spiel. Die Initiative wurde 2014 von 13 Konzerthäusern aus 13 europäischen Ländern ins Leben gerufen, die den Wert erkannten, an einem Strang zu ziehen. Denn die Herausforderungen waren überall dieselben.
Mittlerweile zählt die Plattform 24 ausgewählte Konzerthäuser, eines pro Land, die sich alle verpflichtet haben, der nächsten Generation europäischer Künstler eine Bühne zu geben. Anreiz und gleichzeitig Sicherheitsnetz stellt ein finanzieller Bonus bei der Buchung von europäischen, nicht-nationalen Musikschaffenden dar. Wobei die gebuchten Künstler nicht mehr als fünf Jahre Erfahrung haben dürfen, gerechnet ab ihrem ersten veröffentlichten Werk. Die EU stellt dafür jährlich 700.000 Euro zur Verfügung.
In Summe traten in den letzten zehn Jahren über 5.000 vielversprechende Acts aus 40 europäischen Ländern mit Unterstützung von Liveurope auf. Darunter mehr als 170 österreichische Künstler, wie etwa Leyya, Oskar Haag oder 5K HD. Insgesamt ist Österreich die zehnt-meistgebuchte Nationalität.
Vielfalt und Austausch
In Sachen Konzerthaus ist Österreich seit 2021 mit dem Linzer Posthof vertreten. Die Vorteile sprechen für sich. „Wir können unserem Publikum Bands präsentieren, auf die wir sonst nicht gekommen wären. Gleichzeitig können wir österreichische Bands raus nach Europa schicken. Und es ist dieser Austausch untereinander, das Gefühl nicht allein zu sein, sondern dass es jemanden gibt, mit dem du über deine Herausforderungen reden kannst, der genau weiß, wie es dir geht und der vielleicht schon eine Lösung dafür gefunden hat, an die du selbst nicht gedacht hättest“, so Posthof-Chef Gernot Kremser.
Und noch was haben die Posthof-Besucher von Liveurope: A.M.P – Art meets Posthof, ein neues Ausstellungsprojekt, das im Sala Apolo in Barcelona seinen Ursprung hat. Der Posthof öffnet künftig seine Türen für Kunstschaffende auch jenseits von Musik. Ihre Werke werden über mehrere Monate ausgestellt, sodass das Publikum sie während des Besuchs erleben kann. Den Auftakt macht Lynn Mayya mit ihrer Klanginstallation „mur mur“.


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