Menschenrechtspreis 2024 für den "Point of Ukraine" in Linz
LINZ. Das Begegnungszentrum „Point of Ukraine“ in Linz wurde mit dem Menschenrechtspreis 2024 des Landes OÖ ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung fand in den Redoutensälen in Linz statt.

Das Begegnungszentrum „Point of Ukraine“ hat wesentlich dazu beigetragen, das Ankommen und die Integration von Vertriebenen aus der Ukraine in Oberösterreich zu erleichtern. Oksana Kuzo gründete das Zentrum unmittelbar nach Kriegsausbruch im März 2022. Als „Info-Point“ etablierte es sich rasch als erste Anlaufstelle in Linz, wo Geflüchtete aus der Ukraine von Freiwilligen in ihrer Muttersprache zu Alltags- und Integrationsfragen beraten wurden. Im August 2022 stieg die „Caritas OÖ“ als Partnerin ein. So werden nun an mindestens sechs Tagen in der Woche (ausgenommen Schulferien) Kurse angeboten, ein Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen der deutschen Sprache. Bis heute profitierten bereits über 500 Personen mit mehr als 13.000 Kursteilnahmen vom Angebot im Begegnungszentrum „Point of Ukraine“.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde Heinz Wegerer. Er engagiert sich seit einem Jahrzehnt unermüdlich für humanitäre Hilfe, für Entwicklungszusammenarbeit und für die Wahrung, den Schutz und die Durchsetzung der Menschenrechte. Als Gründer, ehrenamtlicher Obmann und Geschäftsführer des Vereins „Arbing meets Africa“ und als Vorstandsmitglied der gleichnamigen kenianischen NGO unterstützt er die „Arbing School Kamobo“ in West-Kenia.
„Erfüllen Menschenrechte mit Leben“
„Die Arbeit der diesjährigen Preisträger zeigt, dass wir noch viele Etappen vor uns haben, um dem vor nunmehr 76 Jahren verabschiedeten Grundrechtskatalog in der ganzen Welt zum Durchbruch zu verhelfen. Sie zeigt aber auch, wie viel Engagement es dafür gibt. Die diesjährigen Preisträger erfüllen die Menschenrechte mit Leben, sie sind der Motor von Veränderungen und schlagen Alarm, wenn diese Rechte verletzt werden. Danke an dieser Stelle, für die Arbeit all jener, die sich in den Dienst der Menschenrechte gestellt haben“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der Preisverleihung.
Seit 1996 vergeben
1996 wurde der Menschenrechtspreis vom Land OÖ erstmals ausgelobt. Seit 2018 wird der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Preis in einem Intervall von zwei Jahren vergeben. Die 18 Nominierungen für heuer wurden von einer unabhängigen Expertenjury bewertet.


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