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LINZ. Der Linzer Neurologe Prof. Christian Lampl wurde beim internationalen Headache-Kongress in Lissabon für eine der weltweit meistzitierten wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Kopfschmerzmedizin ausgezeichnet. Lampl ist Past-Präsident der European Headache Federation (EHF) und leitet die Abteilung für Neurologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz.

Christian Lampl, Primar der Abteilung für Neurologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz (Foto: Barmherzige Brüder Linz)

Die prämierte Publikation mit dem Titel „The comparative effectiveness of migraine preventive drugs: a systematic review and network meta-analysis“ („Die vergleichende Wirksamkeit von Medikamenten zur Migränevorbeugung: eine systematische Übersichtsarbeit und Netzwerk-Metaanalyse“) erschien 2023 im Fachjournal „The Journal of Headache and Pain“ und zählt seit 2024 zu den international am häufigsten zitierten Artikeln des Fachgebiets.

Für die Studie wurden 74 randomisierte Studien mit rund 33.000 Patienten ausgewertet. Ziel war es, die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener Medikamente zur Migräne-Prophylaxe systematisch zu vergleichen und dadurch eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für Therapieentscheidungen zu schaffen.

Die Analyse zeigt, dass neue Wirkstoffklassen wie CGRP-Antikörper und sogenannte „Gepants“ hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit besonders gut abschneiden. Auch etablierte Medikamente wie Betablocker oder Amitriptylin zeigen Vorteile, allerdings mit häufiger auftretenden Nebenwirkungen.

„Migräne betrifft weltweit Millionen von Menschen und kann die Lebensqualität stark einschränken. Unser Ziel war es, eine klare evidenzbasierte Orientierungshilfe für die klinische Praxis zu schaffen. Die internationale Anerkennung freut mich sehr und zeigt, wie wichtig wissenschaftliche Zusammenarbeit für die Versorgung von Patientinnen und Patienten ist“, sagt Lampl.

Die Ergebnisse gelten als wegweisend für die moderne Migräne-Prophylaxe: Sie ermöglichen es, Therapien gezielter, individueller und sicherer zu planen. Damit liefert die Studie einen wichtigen Referenzpunkt für die Behandlung einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit.


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