LINZ. Der Winter hat auch den Linzer Hafen fest im Griff. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden musste die MS Eduard heute, 8. Jänner, auslaufen, um das Eis zu brechen. Der letzte Einsatz war im Winter 2020.
Seit Jahresanfang liegen die Temperaturen teilweise unter dem Gefrierpunkt. Ab einem längeren Zeitraum von weniger als minus 5 Grad frieren die Fahrrinnen der drei Hafenbecken im Handelshafen und die beiden Hafenbecken im Tankhafen zu.
Kampf gegen das Eis
Mit einem Gesamtgewicht von rund 60 Tonnen und einer Länge von knapp 22 Metern kämpft sich die MS Eduard durch die derzeit rund fünf Zentimeter dicke Eisschicht. Der stahlverstärkte Bug und ein zirka ein Zentimeter dicker Stahlblechsockel – rund um den Rumpf in Höhe der Wasserlinie – schützen das Schiff vor der harten Eisdecke.
Angetrieben von zwei – je 250 PS starken – Dieselmotoren kann die MS Eduard bis zu 15 Zentimeter dickes Eis durchbrechen. Bei einer so starken Eisschicht werden jedoch rund drei Stunden benötigt, um alle Fahrrinnen im Handels- sowie im Tankhafen freizubekommen.
Zuletzt musste die MS Eduard im Winter 2020 vereinzelt zum Eisbrechen ausrücken. Der letzte Dauereinsatz war im Winter 2017. Damals lagen die Temperaturen tagelang weit unter dem Gefrierpunkt und der Eisbrecher war 26-mal im Einsatz.
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