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ST. MARTIN/MKR. Als Trauerrednerin will Elke Ennsbrunner den Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen ein bisschen leichter machen.

Elke Ennsbrunner würdigt mit persönlichen Trauerreden das Leben von Verstorbenen. (Foto: privat)
Elke Ennsbrunner würdigt mit persönlichen Trauerreden das Leben von Verstorbenen. (Foto: privat)

Ein privater Schicksalsschlag hat die St. Martinerin zur Ausbildung zur Trauerrednerin geführt. „Es fühlt sie wie eine Berufung und Lebensaufgabe an“, sagt sie. Die persönliche Trauerrede, die sie erstellt und bei der Trauerfeier vorträgt, symbolisiert für Elke Ennsbrunner „die höchste Wertschätzung. Je schöner und voller die Erinnerung ist, desto schwerer fällt uns die Trennung.“ Ihr ist es ein Anliegen, würdevoll und respektvoll auf das Leben des Verstorbenen zurückzuschauen, ohne zu glorifizieren.

Gemeinsam erinnern

Dazu gibt es ein Vorgespräch mit den Angehörigen. „Gut ist es, wenn viele Leute am Tisch sitzen, um zu erzählen und den Menschen wieder zurückzuholen. Natürlich bleiben Schmerz und Trauer und Tränen, aber die Erinnerung wird lebendig – auch an lustige Sachen. Solche Trauergespräche sind oft der erste Schritt in der Trauerbewältigung“, weiß Ennsbrunner, die auch ausgebildete Trauer- und Sterbebegleiterin ist.

Das Gespräch bildet die Basis für die Trauerrede, die dann mit den Angehörigen abgestimmt wird. Ennsbrunner sieht diese auch als Möglichkeit, den Hinterbliebenen beizustehen. „Den Schmerz kann ich nicht nehmen, aber ich möchte diesen ein bisschen leichter machen.“

Wandel bei Bestattungen wird kommen

Für sie ist das Verfassen und Vortragen der Trauerreden eine Herzensangelegenheit. Und sie ist überzeugt, dass diese Art der Rückschau auf das Leben eines Menschen als Alternative zum klassischen Lebenslauf zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. „Es ist die letzte Ehre, die man einem geliebten Verstorbenen erweisen kann.“

Elke Ennsbrunner ist unter Tel. 0670 4013077, elke@worte-der-trauer.at erreichbar. www.worte-der-trauer.at


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