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Weniger Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen, dafür mehr Drogenkonsum

Steiner Christoph, 16.01.2026 14:12

LINZ. Auch wenn Alkoholvergiftungen am Kepler Universitätsklinikum (KUK) in Linz nach wie vor den größten Anteil der akuten stationären Aufnahmen in Zusammenhang mit Suchtmittelkonsum darstellen, ist die Tendenz leicht rückläufig.

Es wird weniger, aber "Komasaufen" ist noch immer ein Problem. (Foto: runzelkorn - stock.adobe.com)
Es wird weniger, aber "Komasaufen" ist noch immer ein Problem. (Foto: runzelkorn - stock.adobe.com)

Gleichzeitig kommt es allerdings zu einer bedenklichen Zunahme an Nachweisen von Cannabis und Kokain – häufig im Rahmen von Mischkonsum.

Zu diesem Ergebnis kommt der Linzer Medizinstudent Marco Breiteneder, der für seine Masterarbeit alle positiven klinischen Suchtmittelnachweise von zwölf- bis 18-Jährigen an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Jahre 2019 bis 2023 analysiert hat.

„Unsere Analyse zeigt deutliche Verschiebungen im Muster der nachgewiesenen Substanzen“, fasst Breiteneder das Ergebnis zusammen.

Leichter Rückgang bei Alkoholvergiftungen

Die Anzahl stationärer Aufnahmen aufgrund von Alkoholvergiftungen ging im untersuchten Zeitraum leicht zurück. Im Jahr 2023 zählte man 88 Totalausfälle aufgrund von Alkoholisierung. Etwa zwei Drittel der Fälle traten an Wochenenden auf, wobei Mädchen öfter betroffen waren. Burschen wiesen dafür höhere Blutalkoholspiegel auf, die schwerere, oft intensivpflichtige Verläufe nach sich zogen.

Deutlicher Anstieg bei Kokain

Die Studie offenbart zudem einen deutlichen Anstieg von Fällen, in denen Kokain im Spiel war. In 92 Prozent der Fälle wurde Kokain im Rahmen von Mischkonsum festgestellt – überwiegend gemeinsam mit Cannabis. Sowohl die Anzahl positiver Cannabistests als auch die Häufigkeit wiederholter Nachweise nahm im Vergleich der Jahre 2020 bis 2023 zu. 166 Fälle wurden im Jahr 2023 gezählt.


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