Integrativer Lehrgang öffnet Türen in die Arbeitswelt
LINZ/GALLNEUKIRCHEN. Die Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe am Salesianumweg in Linz bietet ab September einen zweijährigen integrativen Lehrgang für Fach-Sozialhelfer in der Behindertenbegleitung (IBB) an. Die Ausbildung ist ab 19 Jahren möglich und für all jene gedacht, die Lernschwierigkeiten haben und einen Beruf ergreifen möchten, in dem sie mit Menschen arbeiten. Ein Infoabend findet am 28. Jänner statt.
„Die reguläre Behindertenbegleitung-Ausbildung war für mich zu schwierig“, erzählt Florian Plakolm aus Gallneukirchen. „Aber ich mag die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Die IBB-Ausbildung ist für diese Tätigkeit die einfacher Variante, und es geht mir in dieser Ausbildung viel besser als vorher in der regulären Ausbildung.“
Im Praktikum bestätigt sich der Weg des Schülers. „Im Praktikum arbeite ich mit Kindern mit Beeinträchtigung in einem Hort“, bemerkt der 21 Jährige. „Die Arbeit mit den Kindern macht mir viel Spaß. Die Arbeitszeiten sind super. Die Pflege kann auch anstrengend sein, aber das Spielen, das Spazierengehen und das Musizieren mit den Kindern sind einfach toll.“
Zweite Lehrkraft unterstützt im Unterricht
Die IBB-Schüler sind im regulären Unterricht integriert, haben aber weniger Stunden Unterricht und weniger Stoff zum Lernen. Meistens gibt es eine zweite Lehrkraft, die unterstützt, wenn es Fragen gibt und darauf achtet, dass der Lernstoff verstanden wird. Die Schüler der IBB haben zudem in ein paar Fächern eine extra Prüfungsvorbereitungsstunde. „Ich fühle mich in meiner Klasse sehr wohl. Ich verstehe mich mit allen“, verrät Florian Plakolm.
Nach der zweijährigen Ausbildung können die Fachsozialhelfer in Wohngruppen oder Werkstätten Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit Beeinträchtigungen unterstützen - ob beim Einkaufen, in der Freizeit, bei der Pflege oder im Haushalt.
Einzigartiger Lehrgang in Oberösterreich
Seit 2016 findet der oberösterreichweit einzigartige Lehrgang regelmäßig in der Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe statt. Maximal fünf Schüler werden dabei in die Klasse aufgenommen.
Aufnahmekriterien
Die Aufnahmekriterien sind ein Sonderpädagogischer Förderbedarf, eine Anerkennung nach dem Behindertengesetz oder eine leichte Intelligenzminderung. Wer sich bewerben möchte, muss Lesen und Schreiben können, einen Pflichtschulabschluss haben und mindestens 19 Jahre alt sein. Das Aufnahmeverfahren dauert einen halben Tag und besteht aus einer Überprüfung von Grundfertigkeiten, einer Gruppenaktivität und Einzelgesprächen.
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