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Online Redaktion, 27.01.2026 14:36

LINZ. (Update) Einer jungen Frau wurde im Sommer im Kepler Universitätsklinikum fälschlicherweise eine gesunde Gebärmutter entfernt. Man bedauere den Vorfall und nehme dieses Ereignis sehr ernst, heißt es von Seiten des Krankenhauses. 

 (Foto: Kuk)
(Foto: Kuk)

Einer extern zugewiesenen Patientin, laut OÖN noch keine 30 Jahre alt, wurde bei einem Standardeingriff eine Gewebeprobe der Gebärmutter entnommen. Der Befund ergab den Verdacht auf einen äußerst bösartigen Tumor. Diese Diagnose wurde durch einen externen Referenzpathologen bestätigt. Auf Grundlage dessen wurden entsprechend den geltenden medizinischen Leitlinien unverzüglich weitere diagnostische Schritte gesetzt und der Fall interdisziplinär im gynäkologischen Tumorboard besprochen. Auf Basis dieser gemeinsamen Einschätzung mehrerer medizinischer Fachrichtungen wurde eine umfassende operative Behandlung empfohlen.

Dieses Vorgehen entsprach dem damaligen Kenntnisstand und war medizinisch nachvollziehbar, verantwortbar und geboten, um das mögliche Fortschreiten einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung zu verhindern, heißt es von Seiten des Kepler Uniklinikums. 

Die Operation fand im Sommer statt. 

Bei der anschließenden umfassenden Untersuchung des entnommenen Gewebes konnte jedoch kein Tumor nachgewiesen werden. Eine umgehende interne Prüfung ergab, dass es in der Probe zu einer äußerst seltenen pathologischen Komplikation in Form einer minimalen Kontaminierung von Probenmaterial gekommen war, was zu einer Fehldeutung des ursprünglichen Befunds geführt hat, heißt es von Seiten des Kepler Uniklinikums.

„Kein Ergebnis unsachgemäßen Handelns“

Solche Ereignisse seien extrem selten, könnten aber laut KUK selbst bei sorgfältigsten Abläufen unter strengsten Qualitätsstandards nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Nach umfassender medizinischer und rechtlicher Prüfung sei festgestellt worden, dass kein Behandlungsfehler vorliege, sondern es sich vielmehr um einen äußerst seltenen, schicksalshaften Verlauf handle.

Das Kepler Uniklinikum verweist auf die zeitliche Dimension: Medizinische Entscheidungen müssten immer auf Basis der Informationen getroffen werden, die zu diesem Zeitpunkt vorliegen – nicht auf Grundlage späterer Erkenntnisse. Aus heutiger Sicht mag der Verlauf anders erscheinen; zum damaligen Entscheidungszeitpunkt sei die empfohlene Behandlung jedoch medizinisch nachvollziehbar, verantwortbar und in Anbetracht der lebensbedrohlichen Erkrankung geboten gewesen.

Sehr emotionale Situation für Patientin

Gleichzeitig wisse man: Auch wenn rechtlich und medizinisch kein Fehlverhalten festgestellt wurde, ändere das nichts daran, dass die Situation für die betroffene Patientin eine erhebliche Belastung darstellt. Dieses Spannungsfeld zwischen medizinischer Verantwortung und menschlichem Erleben präge viele Entscheidungen im Krankenhausalltag – und verlange neben fachlicher Sorgfalt auch Respekt und Verständnis für individuelle Schicksale aber auch für die hohe Verantwortung, unter der  Ärzte jeden Tag Entscheidungen im besten Sinne zum Wohl ihrer Patienten treffen.

Die Patientin sei sofort nach Abschluss umfangreicher interner Prüfungen in einem persönlichen Gespräch umfassend informiert worden. „Es ist uns bewusst, dass dies für die Patientin eine sehr emotionale Situation darstellt und wir haben für entstehende Zweifel großes Verständnis. Seitens des Kepler Universitätsklinikums wurde im Rahmen dieses Gespräches größtes Bedauern über den eingetretenen Verlauf ausgesprochen und der Patientin psychologische Unterstützung angeboten.“

Im Sinne völliger Transparenz wurde der Patientin – und in weiterer Folge auch ihrem rechtsfreundlichen Vertreter – mehrfach und ausdrücklich empfohlen, sich für eine unabhängige, objektive und transparente Aufarbeitung des Geschehens an die zuständige Oberösterreichische Patienten- und Pflegevertretung zu wenden.

Das Kepler Universitätsklinikum bedauert den Vorfall und nimmt dieses Ereignis sehr ernst: „Die Sicherheit, das Wohl und das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten haben für uns oberste Priorität. Auch wenn ein minimales Restrisiko nie völlig ausgeschlossen werden kann, werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, dieses Restrisiko so gering als möglich zu halten. Um bestehende Qualitäts- und Sicherheitsstandards laufend weiterzuentwickeln haben wir daher alle internen Abläufe und Leitlinien mehrfach kritisch überprüft und Schulung zur Sensibilisierung durchgeführt.“


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Salome V.
Salome V.
27.01.2026 19:13

Falsches Laborergebnis

Auch bei mir wurde vor einigen Jahren ein falsches Laborergebnis vom Keplerklinikum durchgeführt. Einfach schrecklich.


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