Wenn Darmbeschwerden zur Belastung werden: JKU-Studie sucht Betroffene
LINZ. Eine Studie der Johannes Kepler Universität Linz untersucht, welche Rolle Mikroorganismen im Dünndarm bei der Entstehung bestimmter Beschwerden spielen und wie dieses Wissen künftig zu besseren Therapiemöglichkeiten beitragen kann. Es werden noch Studienteilnehmer gesucht.
Krampfartige Schmerzen, Darmgeräusche, Unwohlsein, Aufgetriebenheit, Blähungen und Durchfälle: Manche Menschen leiden regelmäßig – oft verstärkt nach der Nahrungsaufnahme – unter diesen Beschwerden. In vielen Fällen liefern selbst gründliche medizinische Untersuchungen kaum eine Erklärung für die quälenden Symptome, was bei den Betroffenen häufig zu Verzweiflung und Frustration führt.
„Eine gelegentliche, aber durchaus relevante Erkrankung und mögliche Ursache dieser Symptome ist das Dünndarmüberwucherungssyndrom SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth)“, erklärt Alexander R. Moschen, Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie. „Dabei kommt es zu einer Vermehrung – und häufig auch zu einer Veränderung der Zusammensetzung – von Mikroorganismen im Dünndarm. Zu viele oder die ‚falschen‘ Mikroben am falschen Ort können erhebliche Beschwerden verursachen oder zu deren Entstehung beitragen.“
Studienteilnehmer gesucht
Frauen und Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren haben die Möglichkeit an der SIBOme-Studie teilzunehmen, wenn sie regelmäßig an folgenden Symptomen leiden:
- Aufgetriebenheit/Blähbauch etwa 30 bis 90 Minuten nach der Nahrungsaufnahme
- Vermehrte Blähungen (Flatulenz) und/oder laute Darmgeräusche 30 bis 90 Minuten nach dem Essen
- Abdominelles Unbehagen (Bauchdyskomfort) 30 bis 90 Minuten nach dem Essen
- Stuhlunregelmäßigkeiten (z. B. Durchfall, Verstopfung oder wechselnde Stuhlkonsistenz)
Betroffene können ihre Beschwerden in der gastroenterologischen Ambulanz im Kepler Universitätsklinikum gezielt abklären lassen. Bei Interesse kann bei einem positiven Befund eine Teilnahme an der SIBOme-Mikrobiomstudie erfolgen. Die Teilnahme ist freiwillig, sämtliche Daten werden streng vertraulich behandelt.
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