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Nach KUK-Fall um entfernte Gebärmutter gibt Spital Gutachten in Auftrag

Online Redaktion, 30.01.2026 16:28

LINZ. Das Kepler Uniklinikum Linz (KUK) gibt, nachdem einer jungen Frau fälschlicherweise die gesunde Gebärmutter entfernt wurde, ein unabhängiges Gutachten in Auftrag, teilt das Spital am Freitag mit. 

 (Foto: KUK)
(Foto: KUK)

Das KUK gewährleiste volle Transparenz bei der Aufarbeitung der pathologischen Komplikation, wie es heißt. 

Einer jungen Frau die gesunde Gebärmutter entfernt worden, da man nach einer Gewebeprobe von einem äußerst bösartigen Tumor ausging. Erst nach der OP stellte sich heraus, dass das Organ gesund war, die Gewebeprobe im Labor kontaminiert worden war - eine „ äußerst seltene pathologische Komplikation in Form einer minimalen Kontaminierung von Probenmaterial“.  

Das KUK bedaure den Fall außerordentlich. 

Mehr lesen: Frau wurde fälschlicherweise gesunde Gebärmutter entfernt

Verlauf offen gelegt

„Es wurde der Verlauf intern bereits von Anfang an - also vom internen Erkennen der Kontamination an - akribisch aufgearbeitet und die Erkenntnisse proaktiv der Patientin und in Folge ihrem Anwalt offengelegt“, teilt das KUK am Freitag mit.

Unabhängiges Gutachten

Für völlige Transparenz beauftragt das KUK in Abstimmung mit der Johannes Kepler Universität Linz „ein unabhängiges Gutachten, um damit eine externe objektive Beurteilung des Falles einzuholen und allfällige weitere Ableitungen für Prozesse und Qualitätssicherung vornehmen zu können.“

Daher sei die KUK-Rechtsvertretung in den direkten Kontakt mit dem Anwalt der betroffenen Patientin getreten. „Unser Ziel ist es, so rasch als möglich eine gemeinsame Lösung zu finden.“

Das KUK sei selbstverständlich bereit, einer etwaigen Empfehlung der Patientenanwaltschaft zu folgen. 

„Es ist uns bewusst, dass dies für die Patientin eine sehr emotionale und herausfordernde Situation darstellt. Das Angebot unserer Ärztinnen und Ärzte für das Gespräch aber auch das Angebot einer psychologischen Unterstützung bleibt selbstverständlich weiterhin aufrecht.“

Auch lesen: KUK-Vorfall: Stadt leitet Prüfung ein, Ärztekammer pocht auf Sachlichkeit statt Ärzte-Bashing


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