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LINZ. (Update) Die Polizei hat das Protestcamp gegen den Bau der A26 im Grüngürtel beim Bergschlösslpark geräumt. Nach der Aufforderung am Vormittag verließen die Aktivisten das Gelände bis 12.00 Uhr. Unmittelbar nach dem Abzug wurde das Areal polizeilich abgesperrt.Update: Statement Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ)

Das Protestcamp wurde geräumt und das Areal polizeilich abgesperrt. (Foto: Ja! zum Grüngürtel)
Das Protestcamp wurde geräumt und das Areal polizeilich abgesperrt. (Foto: Ja! zum Grüngürtel)

„Ich würde Sie freiwillig ersuchen, diesen Platz zu räumen. Sonst wird es so kommen, dass wir das Ganze auflösen müssen“, wurde  den Camp-Teilnehmern mitgeteilt.  Als Begründung wurde der „Bausperrenbeginn ab jetzt“ angeführt.

Die Aktivisten kündigten an, die Rechtmäßigkeit des heutigen Polizeieinsatzes sowie die Hintergründe der plötzlich verkündeten „Bausperre“ juristisch prüfen zu lassen. 

Update: Bürgermeister verteidigt Vorgehen

Bürgermeister Prammer verteidigte das Vorgehen der Polizei. „Die notwendige Auflösung des Protestcamps im Bergschlösslpark erfolgte aus Sicherheitsgründen und auf rechtlicher Grundlage. Stadt Linz und Polizei haben über Wochen hinweg versucht, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die Demonstrierenden sind der Aufforderung der Räumung heute freiwillig nachgekommen. Die Bergung des Bohrkopfs ist für ein essenzielles Infrastrukturprojekt unumgänglich und erfolgt auf Basis eines Baumschutzkonzepts mit größtmöglicher Sorgfalt.“

Unter dem Areal des Camps sitzt seit Monaten ein Spezialbohrkopf für den Ausbau der A26 fest. 


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Florian K.
Florian K.
05.02.2026 19:44

Demokratische Mitbestimmung lässt sich nicht wegräumen

Das Legale Protestcamp im Bergschlösselpark wurde GEGEN DEN WILLEN DER VERSAMMLUNG geräumt. Es gab keine Rechtsgrundlage für die Auflösung dieser gewaltfreien, legalen durch das Menschenrecht und den österreichischen Versammlungsschutz gedeckten Camps. Die Spezialeinheit holte Besetzer*innen aus den Bäumen. Alles um die Panne eines abgebrochenen Bohrkopfs auszugleichen der immer noch unterm Bergschlösslpark liegt. Statt demokratischer Beteiligung wird nun ein sichtbarer, gewaltfreier Protest geräumt, ohne dass vor Ort eine nachvollziehbare rechtliche Grundlage genannt wurde. Die Initiative "Ja zum Grüngürtel, Volksbefragung Linz" hat bereits zweimal weit mehr als die gesetzlich notwendigen 6.104 Unterschriften für eine Volksbefragung zum Linzer Westring gesammelt. Dennoch wurde die Volksbefragung politisch abgelehnt – der Fall liegt nun beim Landesverwaltungsgericht und wird erst am 11.2.2026 entschieden.