Räuchern im Frühjahr: duftender Neustart für die eigenen vier Wände
LINZ. Frühjahrsputz einmal anders: Mit heimischen Pflanzen und Kräutern lässt sich auch die Wohnung „ausräuchern“ – Expertin Nina Stögmüller erklärt wie.

Wenn der Frühling beginnt, steht für viele der große Hausputz an. Wer dabei nicht nur reinigen, sondern auch für eine besondere Atmosphäre sorgen möchte, kann den Frühjahrsputz mit einer Räucherung kombinieren.
Die Linzer Autorin und Räucherexpertin Nina Stögmüller beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Thema. In ihren Workshops und Büchern zeigt sie, wie sich heimische Pflanzen sinnvoll einsetzen lassen.
„Besondere Übergänge im Jahreskreis laden zum Räuchern ein“, erklärt Stögmüller. Der Frühling sei dafür besonders geeignet, weil er für Neubeginn und Reinigung stehe.
Kräuter aus Natur und Küche
Viele geeignete Pflanzen wachsen direkt vor der Haustür. Wichtig ist, dass sie vor dem Räuchern gut getrocknet sind. Dafür reicht oft schon die Frühlingssonne.
Typische Pflanzen für die Frühjahrsräucherung sind etwa Brennnessel, Löwenzahn, Birkenblätter oder Gänseblümchen. Sie stehen für Schutz, Reinigung oder neue Energie.
Auch ein Blick in die Küche lohnt sich: „Einfach ins Küchenkastl schauen – Oregano, Rosmarin oder Petersilie eignen sich ebenfalls sehr gut“, sagt Stögmüller.
Wirkung und Bedeutung
Jede Pflanze hat dabei ihre eigene symbolische Bedeutung. Die Brennnessel steht etwa für Schutz und Abwehr, während Löwenzahnblüten stimmungsaufhellend wirken. Rosmarin soll stärken und für Klarheit sorgen.
Auch das Leberblümchen kann verwendet werden – allerdings nur getrocknet. Frisch ist die Pflanze giftig.
So funktioniert das Räuchern
Für eine Räucherung braucht es ein feuerfestes Gefäß, Sand, Räucherzange, Räucherkohle und die gewünschten Kräuter. Die Kohle wird entzündet, auf den Sand gelegt und anschließend mit den Pflanzen bestreut. Wichtig ist, danach gut zu lüften.
Stögmüller sieht das Räuchern nicht nur als Ritual, sondern auch als Möglichkeit, bewusst in die neue Jahreszeit zu starten.


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