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Gezielter Ausbau der Lernhilfe im Linzer Süden

Nora Heindl, 10.04.2026 07:00

LINZ. Die Volkshochschule baut die Lernunterstützung im Linzer Süden aus. Die steigende Nachfrage unterstreicht die Bedeutung dieser Angebote.

Bildungsstadträtin Eva Schobesberger mit Schülern beim spielerischen Lernen in der Summer School im Wissensturm. (Foto: Stadt Linz)

Die Lernangebote der Volkshochschule Linz richten sich gezielt an Schüler von städtischen Volks- und Mittelschulen und ergänzen den regulären Unterricht dort, wo Kinder und Jugendliche mehr Zeit, Unterstützung oder individuelle Begleitung benötigen, um Lerninhalte zu festigen und schulische Anforderungen besser zu bewältigen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

„Bildung ist ein Recht. Der Lernerfolg darf daher nicht davon abhängen, ob Eltern sich Nachhilfe und Unterstützung leisten können. Wir möchten, dass alle Kinder in Linz eine gute Zukunft haben“, betont Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) und weiter: „Unser Ziel ist es, diese Unterstützung möglichst nahe am Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler und der Familien anzubieten. Deshalb entwickeln wir die bestehenden Angebote gezielt weiter und bauen sie gemeinsam mit Einbindung der Schulen aus.“

Angebote in den Stadtteilen

Neben der Weiterentwicklung der bestehenden Angebote wird seit Beginn des Jahres ein Schwerpunkt auf den Ausbau der Lernunterstützung im Linzer Süden gesetzt. Ziel ist es, Angebote direkt in den Stadtteilen zu schaffen und damit mehr Schüler zu erreichen sowie Wege zu verkürzen.

Mit ersten Angeboten wird an zwei Volksschulen begonnen. An der Volksschule 17 in Kleinmünchen erhalten etwa 85 Schüler gezielte Unterstützung in der Sprach- und Lernförderung. Insgesamt stehen dafür zwölf Stunden pro Woche zur Verfügung, sowohl während als auch nach dem Unterricht. Die Betreuung übernehmen zwei pensionierte Lehrerinnen, die mit den Begebenheiten vor Ort vertraut sind.

Auch an der Volksschule 50 in Bindermichl-Keferfeld beginnt ein neues Angebot. Eine erste Gruppe mit rund 15 Schülern startet mit drei Wochenstunden, eine Ausweitung ist bereits vorgesehen. Zusätzlich wird ein eigenes Angebot zur Deutsch-Sprachförderung vorbereitet, das im Wissensturm stattfinden soll. Die dafür notwendigen Ressourcen werden aktuell erhoben.

In zwei Mittelschulen – der MS 17 in der Neuen Heimat und der MS 23 in Ebelsberg – zeigt sich bereits konkreter Bedarf in der Nachmittagsbetreuung. Hier liegt der Fokus auf Lern- und Hausaufgabenunterstützung. Begonnen wird, sobald geeignete Trainer gefunden sind.

Für das Kursjahr 2026 / 27 wurden zudem bereits vier zusätzliche Seminarräume in der solarCity gesichert, um das Angebot der Lernsamstage auszubauen. Weitere Räumlichkeiten im Stadtteil Neue Heimat werden geprüft.

Nachfrage steigt

Die steigende Nachfrage unterstreicht die Bedeutung dieser Angebote. Bei den Lernsamstagen stiegen die Anmeldungen von 147 im Jänner 2025 auf aktuell 161, während die unterwöchige Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe mit 203 angemeldeten Schülern im Vergleich zu 125 im Vorjahr eine besonders starke Entwicklung zeigt. Einen Anmelderekord verzeichneten auch die kostenlosen Osterkurse im Wissensturm mit mehr als 230 Schülern.

Bereits fixiert sind auch die Sommerkurse: Die Summer School findet von 17. August bis 11. September im Wissensturm statt.


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