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LINZ. Linz holt wieder die Meinung seiner Bevölkerung ein: Bei der sechsten großen Bürgerbefragung werden rund 45.000 zufällig ausgewählte Linzer zur Teilnahme geladen. Im Fokus stehen Lebensqualität, Verkehr, Sicherheit und Zukunftsfragen – die Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen und als Grundlage für die weitere Stadtentwicklung dienen.

 (Foto: Weihbold)
(Foto: Weihbold)

Nach 1995, 1999, 2004, 2011 und 2017 führt die Abteilung Stadtforschung des Magistrats Linz zum sechsten Mal eine große Bürgerbefragung durch.

„Die Meinung unserer Bürgerinnen und Bürger und ihre Wahrnehmung der Wohn- und Lebensqualität sind sowohl für die Linzer Stadtverwaltung als auch für die Politikvon großer Bedeutung. Sie bilden eine wichtige Grundlage für künftige Maßnahmen.Neun Jahre nach der letzten großen Befragung ist es uns ein besonderesAnliegen, ein aktuelles Stimmungsbild der Linzer Bevölkerung einzuholen. ImZentrum der diesjährigen Erhebung stehen Fragen zum eigenen Wohngebiet, zurVerkehrssituation, zum Sicherheitsgefühl sowie zu wichtigen Zukunftsthemen derStadt Linz“, erklärt Bürgermeister Dietmar Prammer.

Ablauf und Ziel der Bürgerbefragung 2026

45.000 Linzer mit Hauptwohnsitz in Linz und einem Mindestalter von 16 Jahren wurden per Zufallsstichprobe ausgewählt. Sie erhalten ab heute, 5. Mai, einen persönlich adressierten Brief mit der Einladung zur Teilnahme. Die Befragung ist bis einschließlich 30. Juni 2026 möglich und wird grundsätzlich online durchgeführt.

In den Schreiben befinden sich die Internetadresse sowie ein persönliches Schlüsselwort. Damit ist gewährleistet, dass jede eingeladene Person den Fragebogen nur einmal ausfüllen kann. 

Die Ergebnisse werden im Herbst 2026 präsentiert. Rückschlüsse auf Einzelpersonen werden dabei nicht möglich sein. 

Welche Themen werden abgefragt

Der Mehrwert wiederholter Befragungen liegt darin, das Meinungsbild der Bürger im Wandel der Zeit beobachten zu können. Daher setzt auch die Befragung 2026 auf etliche frühere Fragestellungen. Insgesamt umfasst der Fragebogen rund 40 Fragen bzw. Fragenblöcke.

Erhoben werden unter anderem Einschätzungen zur Lebensqualität im eigenen Wohngebiet, zur Verkehrssituation und zum Sicherheitsgefühl. Von besonderem Interesse sind außerdem die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten, Nahversorgung, Grünflächen und Parks sowie Angebote der sozialen Infrastruktur. 

Nachdem Linz weiter wächst - Anfang 2026 waren es rund 215.000 Einwohner - rückt auch die Frage in den Fokus, wie künftig benötigter Wohnraum geschaffen werden soll und welche Aspekte dabei besonders zu berücksichtigen sind.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der ruhende Verkehr. Dabei geht es etwa um Parkmöglichkeiten in Wohnungsnähe, die Kontrolle von Halte- und Parkverboten sowie um das Interesse an Bewohner-Parkgaragen. Ergänzend werden Fragen zum Bildungsangebot und zur Arbeitsplatzsituation in Linz gestellt.

Neue Fragestellungen finden sich etwa zu Klima- und Umweltschutz sowie dem Interesse an der aktiven Mitgestaltung der Stadt.

„Die Bürger*innenbefragung ist ein zentrales Instrument, um Entwicklungen in unserer Stadt faktenbasiert zu gestalten. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto genauer lassen sich Bedürfnisse erkennen und Maßnahmen weiterentwickeln. Die bisherigen Befragungen haben gezeigt, dass dieses Angebot gut angenommen wird“, betont Prammer abschließend.


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