Linzer Mengerschule wird als Übergangsstandort reaktiviert
LINZ. Die Mengerschule, die im Zuge der Eröffnung der neuen VS 27, Mira-Lobe-Schule am Aubrunnerweg aufgelassen aufgelassen wurde, wird ab dem kommenden Schuljahr reaktiviert. Die Stadt Linz reagiert damit auf den steigenden Bedarf im Bereich der sonderpädagogischen Förderung.

Mit der Wiedereröffnung der Mengerschule soll die ASO 4 – Allgemeine Sonderschule, Schule für Alle - an diesem Standort mit einer Expositur bis zum Jahr 2030 erweitert werden. Ziel ist es, den notwendigen Platz für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu schaffen, bis das neue Inklusive Schulzentrum im Linzer Süden im Jahr 2030 fertiggestellt wird.
Damit der Schulbetrieb mit Beginn des Schuljahres 2026/27 gut starten kann, werden im Sommer die dafür notwendigen baulichen Maßnahmen am Standort Mengerschule umgesetzt.
„Wichtige Übergangslösung“
„Wir handeln rasch, weil Kinder nicht warten können. Die Mengerschule ist eine wichtige Übergangslösung, aber sie zeigt auch ganz klar: Wir brauchen endlich ein System, das mit der Realität Schritt hält“, betont Schulreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan.
Zukan kritisiert auch die fehlende Unterstützung seitens des Bundes. Besonders problematisch sei der überholte SPF-Quotenschlüssel von 2,7 Prozent. Österreich bemisst die Ressourcen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) nicht nach den tatsächlichen Zahlen, sondern nach einem gesetzlich festgelegten Richtwert. Dieser liegt seit mehr als 30 Jahren unverändert bei 2,7 Prozent. Der Bund geht damit pauschal davon aus, dass 2,7 Prozent aller Pflichtschüler einen SPF haben – und stellt den Bundesländern genau für diesen Anteil zusätzliche Lehrkräfte zur Verfügung, auch wenn der reale Bedarf deutlich höher liegt.
Mindestens fünf Prozent
„Mit einem veralteten Finanzierungsschlüssel kann niemand ein modernes, inklusives Schulsystem aufbauen. Der Schlüssel muss endlich der Realität angepasst und auf mindestens fünf Prozent angehoben werden. Hier ist Bildungsminister Wiederkehr gefordert, nicht länger zuzusehen, sondern zu handeln“, fordert Schulreferentin Zukan.


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