Pleschinger See: Diskussion um Wasserqualität hält an
STEYREGG/LINZ. Die Wasserqualität des Pleschinger Sees ist weiter im Gespräch. Die VP Linz fordert umgehend Maßnahmen, was die Sauberkeit angeht. Bürgermeister Prammer entgegnet, dass aktuelle Kontrollen keine Grenzwertüberschreitungen zeigen. Auch laut AGES-Monitoring weist der See heuer bislang eine gute Badewasserqualität auf.

Ein Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA hat den Pleschinger See ins Rampenlicht gerückt. Die Badewasserqualität sei mangelhaft und es werde vom Baden abgeraten.
Die Linz AG als Seebetreiberin hatte widersprochen und darauf hingewiesen: Der EEA-Bericht bezieht sich auf Ergebnisse von 2025. Die Überprüfungen hätten heuer bislang eine sehr gute Wasserqualität ergeben. Die Ergebnisse des EEA-Berichts würden zudem von einer Prüfstelle der AGES kommen, die sich bei einer Bootsanlegestelle befinde, wo sich auch viele Wasservögel aufhalten. Deren Ausscheidungen würden sich wiederum lokal auf die Wasserqualität auswirken.
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„Menschen haben ein Recht auf einen sauberen Badesee“
Mit scharfer Kritik reagiert die VP Linz auf die Berichte über die Wasserqualität des Pleschinger See. „Der Pleschinger See ist eines der wichtigsten Naherholungsgebiete für tausende Linzer. Es ist völlig inakzeptabel, dass den Menschen wegen einer katastrophalen Wasserqualität die Bademöglichkeit genommen wird. Bürgermeister Prammer muss als Aufsichtsratsvorsitzender der Linz AG umgehend alle notwendigen Schritte setzen, damit der See wieder ohne Gesundheitsgefährdung genutzt werden kann“, fordert Sommer.
Die von der Linz AG ins Treffen geführte Erklärung, wonach die schlechte Bewertung auf eine ungünstige Platzierung der Messstelle zurückzuführen sei, überzeugt die VP-Klubobfrau nicht. Vielmehr mehren sich laut Sommer Hinweise aus fachkundigen Kreisen auf ein deutlich gravierenderes Problem.
„Es ist zu hören, dass nicht die Position der Messstelle ausschlaggebend sein soll, sondern dass aus Kostengründen der im Uferbereich anfallende Entenkot offenbar direkt im See entsorgt wird. Zudem dürfte auch schon an anderer Stelle eine Messung vorgenommen worden sein, die ebenfalls Probleme bei der Wasserqualität aufzeigte. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wäre das ein unhaltbarer Zustand und würde viele Fragen über das Management des Sees aufwerfen. Diese Vorwürfe müssen lückenlos aufgeklärt werden“, so Sommer.
Für die VP Linz steht jedenfalls fest: Statt Ursachen klein zu reden oder Verantwortung abzuschieben, brauche es entschlossenes Handeln. „Die Linzer erwarten sich Lösungen und keine Ausreden. Der Pleschinger See muss wieder zu dem werden, was er sein soll: ein attraktiver und sicherer Badesee für Familien, Sportler und Erholungssuchende – und kein verkeimter Tümpel. Es gilt jetzt unverzüglich vollständige Transparenz über die tatsächlichen Ursachen der schlechten Wasserqualität herzustellen“, betont Sommer abschließend.
„Aktuelle Kontrollen zeigen keine Grenzwertüberschreitungen“
Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) reagiert wie folgt: „Der Pleschinger See ist ein zentrales Naherholungsgebiet für die Linzerinnen und Linzer. Deshalb ist klar: Die Wasserqualität und die Sicherheit der Badegäste haben höchste Priorität. Die Linz AG nimmt diese Verantwortung sehr ernst und setzt alle notwendigen Maßnahmen. Die Wasserqualität wird laufend und engmaschig kontrolliert, die Ergebnisse werden fachlich geprüft und dort, wo es sinnvoll ist, werden Verbesserungen umgesetzt. Wichtig ist mir: Die aktuellen Kontrollen für die heurige Badesaison zeigen keine Grenzwertüberschreitungen. Gleichzeitig bleibt die Linz AG weiter konsequent dran, damit der Pleschinger See ein sicherer und attraktiver Erholungsraum für die Menschen in Linz bleibt.“
Laut Badegewässer-Monitoring der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) weist der Pleschinger See aktuell eine gute Badegewässerqualität auf. Die letzte Messung fand am 8. Juni statt. 2024 und 2025 führt aber auch die AGES die Qualität als mangelhaft an.


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