Linzer Neos präsentieren ihre Vision eines neuen Höhenrauschs
LINZ. Der Linzer Neos-Gemeinderat Stefan Burgstaller präsentiert seine Vision einer Neuinterpretation des früheren Höhenrauschs: Passage-Parkdeck, voestalpine Open Space und OK-Platz werden dabei zu einem zusammenhängenden Kultur- und Freizeitraum über den Dächern der Innenstadt. Auf Social Media gefällt die Idee, konkrete Gespräche stehen aber noch aus.

Es ist lediglich eine Vision, aber eine, die auf Social Media zu gefallen scheint: Mehr als 7.000 Menschen haben die Idee bereits mit einem Like unterstützt.
Burgstallers Vision verbindet die Dachflächen des Passage-Parkhauses mit dem voestalpine Open Space, dem OÖ Kulturquartier und dem OK-Platz zu einem neuen öffentlichen Kultur-, Freizeit- und Begegnungsraum mitten in der Innenstadt.
„Der Höhenrausch hat gezeigt, welches Potenzial über den Dächern unserer Innenstadt liegt. Meine Vision ist, nicht einfach das frühere Projekt zu kopieren, sondern es weiterzudenken: als zusammenhängendes Areal vom Passage-Parkdeck über den voestalpine Open Space bis zum OK-Platz“, erklärt Burgstaller.
Denkbar wären für ihn begrünte Dachflächen, eine Aussichtsplattform, Kunstinstallationen, Sitz- und Liegebereiche sowie Flächen für Konzerte, Open-Air-Kino, Gastronomie, kleinere Veranstaltungen und ähnliches. Auch der derzeit stark versiegelte OK-Platz könnte laut Burgstaller stärker in das Gesamtkonzept einbezogen und zu einem lebendigeren Eingang in das Kulturquartier werden.
Noch kein fertiges Projekt, sondern eine Vision
Burgstaller betont, dass es sich derzeit ausdrücklich um eine Vision handelt. Mit den Eigentümern der betroffenen Flächen und der OÖ Landes-Kultur GmbH oder anderen möglichen Projektpartnern wurden noch keine konkreten Gespräche geführt.
„Ich möchte nicht so tun, als wäre bereits alles ausverhandelt. Das ist aktuell meine Vision für diesen Teil der Innenstadt. Der erste Schritt ist, sie öffentlich zur Diskussion zu stellen. Danach möchte ich die richtigen Menschen und Institutionen an einen Tisch bringen und gemeinsam prüfen, was tatsächlich möglich ist“, so Burgstaller.
Gerade weil sich die betreffenden Flächen in unterschiedlichem Eigentum befinden und verschiedene Institutionen beteiligt wären, könne ein solches Projekt nur gemeinsam entwickelt werden. Die Stadt Linz müsse dabei aus Sicht Burgstallers eine aktive koordinierende Rolle übernehmen.
Antrag bereits im Februar 2025 eingebracht
Bereits am 6. Februar 2025 brachte Burgstaller im Linzer Gemeinderat den Antrag „Über den Dächern von Linz – Man bringe den Höhenrausch zurück“ ein. Darin forderte er, die technische und finanzielle Machbarkeit eines neuen Dachprojekts zu prüfen und Gespräche mit der OÖ Landes-Kultur GmbH, den Eigentümern des Passage Einkaufszentrums und weiteren möglichen Partnern aufzunehmen.
Der Antrag wurde einstimmig dem Ausschuss für Kultur und Tourismus zugewiesen. Konkrete Ergebnisse oder sichtbare nächste Schritte seien seither jedoch ausgeblieben. „Ein einstimmig zugewiesener Antrag darf nicht einfach in einer Schublade verschwinden. Deshalb möchte ich das Thema jetzt wieder auf die Tagesordnung bringen und aktiv versuchen, die notwendigen Partner zusammenzubringen“, erklärt Burgstaller und gibt zu denken: „Wir diskutieren seit Jahren darüber, wie wir die Linzer Innenstadt beleben können. Hier liegt eine außergewöhnliche Chance bereits direkt vor uns - oder genauer gesagt: über uns.“








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