Unterschriftensammlung für leistbares Wohnen
LINZ. Die erste eigene Wohnung ist für viele junge Menschen kaum noch finanzierbar. Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) Oberösterreich sammelte deshalb auf der Linzer Landstraße Unterschriften für leistbares Wohnen und bessere Chancen auf die erste eigene Wohnung.

Unter dem Motto „Wohntraum? Träum weiter!“ sprach die ÖGJ mit Passanten. Dabei zeigte sich, dass Miete, Kaution, Einrichtung und laufende Fixkosten die finanziellen Möglichkeiten vieler Lehrlinge und Berufseinsteiger übersteigen. Einige können nicht aus dem Elternhaus ausziehen. Andere geben einen großen Teil ihres Einkommens für das Wohnen aus.
„Wer eine Lehre macht oder ins Berufsleben einsteigt, muss sich eine eigene Wohnung leisten können. Es darf nicht sein, dass jungen Menschen nach der Miete kaum noch Geld für Lebensmittel und andere notwendige Ausgaben bleibt. Wohnen ist ein Grundrecht und darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen“, sagt Verena Ehrengruber, Vorsitzende der ÖGJ Oberösterreich.
Die ÖGJ fordert deshalb einen Mietpreisdeckel, mehr geförderte Startwohnungen für junge Menschen sowie den Ausbau des sozialen Wohnbaus und der Wohnbeihilfe. Lehrlingswohnheime sollen saniert und erweitert werden.
„Die Gespräche auf der Linzer Landstraße unterstreichen, wie groß der Handlungsbedarf ist. Die Politik muss rasch konkrete Maßnahmen setzen, damit junge Menschen selbstständig werden und auf eigenen Beinen stehen können“, betont Ehrengruber. Die gesammelten Unterschriften und die Forderungen der ÖGJ werden den politisch Verantwortlichen übergeben.
Online-Umfrage zum Auszug aus dem Elternhaus
Zusätzlich zur Petition startet die ÖGJ eine Online-Umfrage in ganz Österreich. Junge Menschen können dort ihre Erfahrungen mit dem Auszug aus dem Elternhaus teilen. Gefragt wird etwa nach den größten Hürden, unerwarteten Kosten und hilfreicher Unterstützung für die erste eigene Wohnung.
Unter allen Teilnehmern wird eine halbe Monatsmiete verlost (max. 500 Euro).
Informationen zur Kampagne, zur Petition und zur Umfrage gibt es unter: www.oegj.at/wohnen








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