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"Staatsbürgerschaft ist hohes Gut": Einbürgerungen in Oberösterreich um 15,8 Prozent gesunken

Nora Heindl, 13.08.2026 13:36

LINZ. Die Zahl der Einbürgerungen ist in Oberösterreich im ersten Halbjahr 2026 zurückgegangen. Laut Statistik Austria wurden 1.028 Personen eingebürgert. Das entspricht einem Minus von 15,8 Prozent.

 (Foto: mar1sha/stock.adobe.com)
(Foto: mar1sha/stock.adobe.com)

Die aktuellen Zahlen der Statistik Austria für das erste Halbjahr 2026 zeigen einen deutlichen Unterschied zwischen Oberösterreich und dem österreichweiten Trend: Während die Zahl der Einbürgerungen österreichweit um 17,4 Prozent gestiegen ist, gingen sie in Oberösterreich um 15,8 Prozent zurück. Damit ist Oberösterreich das einzige Bundesland mit rückläufigen Einbürgerungszahlen.

„Für uns ist klar: Wer zu uns kommt, muss sich integrieren. Integration gelingt nur durch Leistung. Das bedeutet Deutsch lernen, arbeiten gehen und nach unseren Werten leben. Wer das über Jahre hinweg nachweislich erfüllt, soll auch die Möglichkeit haben, Staatsbürger zu werden. Klar ist weiters: Die österreichische Staatsbürgerschaft ist ein hohes Gut, weshalb bei ihrer Vergabe besondere Sorgfalt geboten ist“, betont Integrations-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP).

Qualifizierte Zuwanderung sichert Oberösterreichs Wohlstand

Ohne Zuzug geht es aber nicht. Aufgrund der demografischen Entwicklung braucht Oberösterreich qualifizierte Arbeits- und Fachkräfte aus dem Ausland. 

Derzeit sind in Oberösterreich rund 702.000 Menschen unselbstständig beschäftigt. Etwa 150.000 von ihnen haben einen Migrationshintergrund. Neben der Integration in den Arbeitsmarkt ist auch die Einbindung in die Gesellschaft entscheidend.

„In Zukunft werden wir auf den Zuzug qualifizierter Fachkräfte angewiesen sein – um beispielsweise Baustellen abzuwickeln, die Pflege sowie das Gesundheitssystem abzusichern und somit unseren Wohlstand zu erhalten. Die notwendige Akzeptanz für Arbeitskräfte aus dem Ausland kann in der Bevölkerung jedoch nur entstehen, wenn durch einen harten Asylkurs klar zwischen Leistungsträgern und Integrationsverweigerern unterschieden wird. In Oberösterreich verfolgen wir diesen klaren Kurs“, so Dörfel.


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