Gehäuftes Auftreten von Legionellen in Linz: Wissenswertes rund um die Infektion
LINZ. Bislang 15 Patienten wurden im Kepler Universitätsklinikum im Zusammenhang mit den aktuellen Legionellen-Erkrankungen im Großraum Linz behandelt. Doch wie steckt man sich an, welche Symptome können auftreten und wie kann man sich selbst schützen?

Seit Beginn des Infektionsgeschehens wurden am Kepler Universitätsklinikum insgesamt 15 Patienten mit nachgewiesener Legionelleninfektion betreut. Davon mussten vier Personen intensivmedizinisch versorgt werden, elf Patienten konnten auf einer Normalstation behandelt werden. Bereits sieben Betroffene konnten nach erfolgreicher Therapie wieder nach Hause entlassen werden. Zwei Personen sind leider im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. Derzeit befinden sich sechs Patienten aufgrund einer Legionellen-Erkrankung in Behandlung.
„Legionellen können insbesondere bei älteren Menschen sowie bei Personen mit Vorerkrankungen schwere Lungenentzündungen verursachen. Entscheidend für den Behandlungserfolg sind eine rasche Diagnosestellung und der frühzeitige Beginn einer gezielten Therapie. Unsere Teams leisten hier seit Wochen hervorragende Arbeit und konnten bereits vielen Betroffenen erfolgreich helfen“, erklärt Helmut Salzer, Leiter der Klinischen Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin.
Wasser trinken ist unbedenklich
Legionellen werden nicht durch das Trinken von Leitungswasser übertragen. Eine Ansteckung erfolgt durch das Einatmen von sehr feinen Wassertröpfchen (Aerosolen), die Legionellen enthalten können.
Wie erfolgt eine Ansteckung?
Legionellen sind Bakterien, die sich in warmem Wasser vermehren können. Eine Infektion entsteht meist, wenn belastete Wassernebel eingeatmet werden, etwa beim Duschen oder durch technische Anlagen, die Wasser vernebeln. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
Was kann man selbst tun?
- Wasserleitungen regelmäßig nutzen.
- Nach längerer Abwesenheit Leitungen einige Minuten durchspülen.
- Darauf achten, dass Warmwasseranlagen fachgerecht betrieben und gewartet werden.
- Bei gesundheitlichen Beschwerden frühzeitig ärztlichen Rat einholen, insbesondere nach möglichen Kontakten mit einer bekannten Belastungsquelle.
Welche Symptome können auftreten?
Eine Legionelleninfektion kann grippeähnliche Beschwerden verursachen. Mögliche Symptome sind:
- Hohes Fieber
- Husten
- Atembeschwerden
- Durchfall
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Allgemeines Krankheitsgefühl
In manchen Fällen kann sich eine sehr schwere Lungenentzündung entwickeln. Besonders ältere Menschen, Raucher und Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko.
Gut zu wissen
Die allermeisten Menschen kommen regelmäßig mit Legionellen in Kontakt, ohne zu erkranken. Das Risiko einer Erkrankung hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der aufgenommenen Bakterienmenge und dem individuellen Gesundheitszustand. Wer Symptome einer Lungenentzündung entwickelt, sollte diese ärztlich abklären lassen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung verbessern die Heilungschancen deutlich.








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