Neuer Stadtteil schreitet voran: Hiller-Kaserne wird zum Wohnviertel
LINZ. Der Bau des neuen Stadtteils Sommerfeld in Ebelsberg schreitet voran. Allein auf dem Areal der ehemaligen Hiller-Kaserne entstehen bis 2030 rund 400 Mietwohnungen.

„In Linz-Ebelsberg entsteht unter Federführung der WSF Privatstiftung ein völlig neuer Stadtteil. Es handelt sich dabei um eines der größten Bauprojekte in der Geschichte von Linz“, sagte Wohnbaulandesrat und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) bei einem Lokalaugenschein am ehemaligen Kasernenareal, einem zentralen Bestandteil des Projekts.
Historische Bausubstanz bleibt erhalten
Neun denkmalgeschützte Gebäude der früheren Hiller-Kaserne werden hier erhalten, umfassend saniert und zu modernen Wohnungen umgebaut. Möglich wird dies auch durch die Sanierungsförderung des Landes Oberösterreich.
Damit trägt man dem sparsamen Umgang mit Grund und Boden Rechnung. Denn laut aktuellem ÖROK-Monitoring wurden in Österreich zwischen 2022 und 2025 täglich durchschnittlich 6,5 Hektar Fläche neu in Anspruch genommen – 74 Prozent davon für Siedlungszwecke.
Bis 2030 sollen am Areal insgesamt 400 Mietwohnungen entstehen. Die ersten 44 Wohnungen sind bereits bezogen. Weitere 42 Wohnungen sollen im Herbst 2026 fertiggestellt werden – rund 90 Prozent davon sind bereits vergeben. Weitere 42 Einheiten befinden sich derzeit im Bau und sollen im März 2027 bezugsfertig sein.
Wohnungen für kleinere Haushalte
Das Wohnangebot reicht von kompakten Studios bis zu Vier-Zimmer-Wohnungen. Die Einheiten sind zwischen 32 und 113 Quadratmetern groß und sollen unterschiedliche Lebensphasen und Haushaltsgrößen ansprechen.
Damit reagiert man auf einen langfristigen gesellschaftlichen Trend: Österreichs Haushalte werden kleiner. Laut Statistik Austria lebten 2025 durchschnittlich 2,16 Personen in einem Haushalt; 39,1 Prozent aller Haushalte waren Einpersonenhaushalte. Nach der aktuellen Haushaltsprognose könnte dieser Anteil bis 2050 auf 43,6 Prozent steigen.
Grünraum und Angebote für den Alltag
Das Areal soll aber mehr bieten als Wohnungen. Geplant sind begrünte Innenhöfe, Spiel- und Begegnungsbereiche sowie der Sommerpark als grüne Mitte des Areals. Auch die Traunauen und der Schlosspark befinden sich in unmittelbarer Nähe.
Ein neues Gesundheitszentrum soll zusätzlich Ärzte und weitere Gesundheitsdienstleister im Quartier bündeln. Ziel ist es, wichtige Angebote des täglichen Lebens möglichst nah am Wohnort verfügbar zu machen.
„Wir bauen nicht einfach 400 Wohnungen. Wir schaffen ein Wohnviertel, in dem Menschen unterschiedlicher Generationen langfristig gerne leben und vieles finden, was sie für ihren Alltag brauchen“, sagt Georg Adam Starhemberg, Vorstandsvorsitzender der WSF Privatstiftung.
Christian Mitterhauser, Vorstand der WSF Privatstiftung, ergänzt: „Wir verbinden Qualitäten, zwischen denen man sich früher oft entscheiden musste: urbanes Leben oder Wohnen im Grünen, Wohnung oder Freiraum, gute Infrastruktur oder Natur vor der Haustür.“








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