Linzer VP legt ihren Plan für eine sichere Stadt vor
LINZ. Die Linzer VP will ein Alkoholverbot in städtischen Parks, bessere Beleuchtung und die Rückkehr der Viertelkehrer. Vizebürgermeister Martin Hajart fordert zudem ein gezieltes Drogenmonitoring. Das angekündigte Alkoholverbot rund um den Hauptbahnhof geht ihm nicht weit genug.

Ab 1. März 2027 soll am Linzer Hauptbahnhof, am Bahnhofsvorplatz und im Bahnhofspark ein Alkoholverbot gelten. „Es ist erfreulich, dass der VP-Antrag endlich umgesetzt wird. Aber fünf Monate nach dem Sicherheitsgipfel eine einzige konkrete Maßnahme zu präsentieren, ist angesichts der Dimension der Probleme deutlich zu wenig“, betont der Linzer VP-Chef.
Mehr lesen: Alkoholverbot am Linzer Hauptbahnhof soll ab März 2027 gelten
Im Rahmen der VP-Kampagne „Linz muss sauberer und sicherer werden“ präsentiert Hajart seinen eigenen Plan für mehr Sicherheit in Linz. Denn: „Es darf nicht sein, dass Menschen bestimmte Plätze meiden, weil sie sich dort nicht mehr wohl fühlen. Es darf nicht sein, dass Familien auf verschmutzte Spielplätze treffen oder sich ältere Menschen am Abend nicht mehr durch einen Park trauen. Eine Stadt muss für ihre Bürger da sein“, so Hajart
Klare Regeln für Parks
Die Volkspartei fordert ein Alkoholverbot für alle Linzer Parks. Größere Naherholungsgebiete wie Badeseen und Donaulände sollen davon ausgenommen sein. Begleitend soll es soziale Angebote und eine feste Tagesstruktur für suchtkranke und wohnungslose Menschen geben.
Eine einheitliche, gut sichtbare Hausordnung soll Regeln gegen Vermüllung, Belästigung und Vandalismus festlegen. Für Parks mit besonderen Problemen, etwa den GWG-Park, schlägt die VP nächtliche Sperren vor.
Auch der Ordnungsdienst soll mehr Kontrollmöglichkeiten erhalten. Hajart will im kommenden Gemeinderat beantragen, ihm die Kontrolle weiterer Bestimmungen des oberösterreichischen Polizeistrafgesetzes zu übertragen. Dabei geht es um die Wahrung des öffentlichen Anstandes sowie die Abwehr von Belästigungen und die Sicherung des Gemeingebrauchs.
„Wer öffentliche Grünanlagen nutzt, muss auch Rücksicht auf andere nehmen. Eine klare Hausordnung schafft Orientierung und ermöglicht es, bei Problemen konsequent einzugreifen“, so Hajart.
Mehr Geld für Beleuchtung
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Straßenbeleuchtung. Nach Angaben der VP müssen in den kommenden zehn Jahren mehr als 70 Millionen Euro in die technische Erneuerung der rund 21.000 Leuchten investiert werden. Rund 60 Prozent seien noch nicht auf LED umgestellt.
Zusätzlich fordert Hajart ein Sonderbudget, um schlecht beleuchtete Parks, Straßen und Unterführungen besser auszuleuchten. Vorrang sollen Schulwege, Haltestellen und häufig genutzte Fußwege haben.
„Wer am Abend von der Arbeit nach Hause geht, soll nicht überlegen müssen, welchen Weg er aus Sicherheitsgründen besser meidet. Gute Beleuchtung sorgt für bessere Sicht und Übersicht und kann das Sicherheitsgefühl deutlich stärken“, erklärt Hajart.
Drogenprobleme gezielt erfassen
Mit einem laufend aktualisierten Drogenmonitoring will die VP Entwicklungen in einzelnen Stadtgebieten besser erfassen. Dafür sollen geeignete Daten von Polizei, Gesundheitswesen und Suchthilfe unter Einhaltung des Datenschutzes zusammengeführt werden.
Neben Abwasserproben bei der Regionalkläranlage Linz-Asten schlägt die Partei Proben an ausgewählten Kanalknoten im Stadtgebiet vor. Die Ergebnisse sollen helfen, Prävention, Suchthilfe, Sozialarbeit und Sicherheitsmaßnahmen gezielter einzusetzen.
Viertelkehrer sollen zurückkommen
Für mehr Sauberkeit fordert die VP die Rückkehr der sogenannten Viertelkehrer. Sie sollen Straßen von Hand reinigen und auch Stellen erreichen, an denen große Kehrmaschinen nicht eingesetzt werden können – etwa zwischen parkenden Autos. Zugleich sollen sie Ansprechpartner im Stadtteil sein.
Die Partei verlangt außerdem bedarfsgerechte Reinigungsintervalle, ausreichend Abfallbehälter und eine rasche Beseitigung von Müllablagerungen.
VP verlängert „Sauber und Sicher“-Tour
Nach eigenen Angaben hat die VP bisher rund 2.000 Unterschriften für ihre Petition für eine sichere und saubere Stadt gesammelt. „Jede Unterschrift steht für den Wunsch nach Veränderung“, so Hajart.
Weitere Termine sind:
- 30. Oktober 2026, 10 bis 13 Uhr: Winkler Markt, Altenberger Straße 40
- 6. November 2026, 7 bis 9.30 Uhr: Wüstenrotplatz
- 6. November 2026, 11 bis 13 Uhr: Turmstraße, vor der Neue Welt Apotheke








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