Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Eine App für pflegende Angehörige, um die Organisation zu erleichtern, und ein Test, der die individuelle Wirksamkeit von Medikamenten feststellt, sind zwei Aspekte des Symposions „Das neue Alt“ anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am Freitag im Ordensklinikum Linz. Neue Ansätze in der Betreuung wurden heute in einer Pressekonferenz in Linz vorgestellt.

Pflege muss auf neue Beine gestellt werden. Foto: APA (dpa/Symbolbild)/Jens Kalaene
Pflege muss auf neue Beine gestellt werden. Foto: APA (dpa/Symbolbild)/Jens Kalaene

Ziel des Symposions ist es auch, über den Tellerrand zu blicken und Berufsgruppen zu vernetzen. Ein neues Werkzeug schon in der Diagnose stellte Wolfgang Ibrom, Leiter der Krankenhausapotheke, vor: Ein Test aus der Pharmakogenetik sagt mittels molekularer Diagnostik vorher, wie eine Arznei wirkt und wie verträglich sie ist. Das wird sinnvoll, sobald man Medikamente braucht. Durchgeführt wird der Test mittels Schleimhautprobe. Eine einmalige Auswertung auf bestimmte Medikamente kostet 200 Euro, eine umfassende 550 Euro.

Neuer Test soll schon vorher zeigen können, ob ein Medikament wirkt

Das nach etwa zehn Tagen vorliegende Ergebnis bleibt lebenslang gültig. Der Nutzen besteht in einer besseren Dosisanpassung, um Nebenwirkungen zu lindern, der schnelleren Dosisfindung, einer Vermeidung und Verringerung von Folgeschäden sowie tödlicher Nebenwirkungen. Der Test bewirkte schon, dass Medikamente - mangels Wirksamkeit - vom Markt genommen wurden, so Ibrom. Zertifizierte Mediziner und Pharmazeuten dürfen testen, in Linz seien dies drei Apotheken, so Ibrom.

App soll helfen, private Hilfe besser zu koordinieren

 Die Pflege müsse sich selbst neu organisieren, dazu „werden wir die Unterstützung anderer Berufsgruppen brauchen, um die Patienten zu befähigen, am Heilungsprozess positiv mitzuwirken, um die Angehörigen dabei zu unterstützen, dass sie bei der Betreuung von zu Pflegenden besser zurecht kommen“, betonte die stellvertretende Pflegedirektorin Berta Reiter. Dazu dient die App „youtoo“, die Michael Matzner als pflegender Sohn entwickelt hat. Mittels einer „helpgroup“ gelingt es, private Hilfe besser zu koordinieren und planbarer zu machen. Ein gekoppeltes e-learning-Angebot gibt zielgenaue Unterstützung.Die Elisabethinen werden mit „youtoo“ kooperieren, so Pressesprecher Günther Kolb, gerade im Bereich der Überleitungspflege.

Menschen wollen zuhause alt werden, betreut von Familienangehörigen 

„Wir müssen erkennen, dass es andere Wege braucht als jene, die bisher eingeschlagen wurden“, sagte Pflegedirektorin Regina Kickingereder. Man habe herausgefunden, dass Menschen sich drei Dinge wünschen: in der häuslichen Umgebung alt werden, betreut von Familienangehörigen, und wenn ein Krankenhausaufenthalt nötig ist, dann so kurz wie möglich. Die Pflege sei gefordert, Know-how einzubringen, aber die Menschen müssten auch Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen. „Der zukünftige ältere Mensch ist mündiger“, betonte Kickingereder.

„Pflegesimulator“: Neue Wege in der Ausbildung

In der Ausbildung werden mit dem Pflegesimulator „Nursing Anne“ bereits neue Wege beschritten, so Gudrun Mörzinger, die Leiterin der Pflegewerkstatt. Auszubildende werden so realitätsnah mit Herausforderungen aus der täglichen Arbeit konfrontiert und lernen das „Tun üben“, ohne dass ein Patient Schaden nimmt. Das diene der Sicherheit der Patienten und einem guten Teamwork.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Spieletipp: Schnappt Hubi!

Spieletipp: "Schnappt Hubi!"

OÖ. Schon wieder hat Hubi, das kleine Gespenst, heimlich Leckerbissen geklaut! Schaffen es nun die Hasen und Mäuse, Hubi im Spukhaus zu fangen? ...

Tips - total regionalAnzeige
Tips-Tierecke: Miso und ihre sechs Gefährtinnen suchen ein Zuhause

Tips-Tierecke: Miso und ihre sechs Gefährtinnen suchen ein Zuhause

LINZ. Sieben etwa sechs Monate alte weibliche Ratten suchen ein dauerhaftes Zuhause. Die Tiere wurden in einer Transportbox vor der Adresse der ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Selbst zocken und Streamer treffen: Die Streaming Area bei der Tips Game.On

Selbst zocken und Streamer treffen: Die Streaming Area bei der Tips Game.On

LINZ. Gaming ist längst mehr als nur vor dem Bildschirm zu sitzen. Es geht um Community, Unterhaltung, Kreativität und darum, gemeinsam besondere ...

Tips - total regionalIsabella Heinzl
Die Gaming-Szene aus OÖ: Von E-Sport bis Spieleentwicklung

Die Gaming-Szene aus OÖ: Von E-Sport bis Spieleentwicklung

LINZ. Bei der Tips Game.On powered by LIWEST am 7. November in den Linzer Promenaden Galerien stehen neben Turnieren und Spielstationen auch ...

Tips - total regionalIsabella Heinzl
Klaus Bekker App: Familienfreundliche Hörbücher jetzt auch in OÖ

Klaus Bekker App: Familienfreundliche Hörbücher jetzt auch in OÖ

OÖ. Kindergeschichten gibt es reichlich, solche, die Eltern beim Mithören nicht nach zehn Minuten den Raum verlassen lassen, deutlich seltener. ...

Tips - total regionalAnzeige
Tips-Tierecke: Opal und Jade hoffen auf Sicherheit

Tips-Tierecke: Opal und Jade hoffen auf Sicherheit

LINZ. Opal und Jade kamen hochträchtig als Streunerkatzen ins Tierheim Linz, wo sie ihre Jungen geschützt zur Welt brachten. Nun, da der Nachwuchs ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Weitere Beiträge