Katastrophenfall: grobe Fehleinschätzungen der Bürger
LINZ. Die Österreicher haben ein erschreckend geringes Risikobewusstsein und grobe Fehleinschätzungen bei Katastrophenfällen, zeigt eine neue Studie von Spectra. Der OÖ Zivilschutz präsentierte die Ergebnisse.

„Nur 15 Prozent der Österreicher haben sich bereits genauer mit dem Thema Krisen und Verhalten in Krisenzeiten beschäftigt. Mehr als jeder Zweite hat sich wenig bis gar nicht damit auseinandergesetzt“, erläutert Spectra-Geschäftsführer Peter Bruckmüller. Ein weiteres Ergebnis sind die Fehleinschätzungen der Bevölkerung zur Eintrittswahrscheinlichkeit diverser Krisenfälle: So schätzen nur zehn Prozent die Wahrscheinlichkeit für einen großflächigen Stromausfall (Blackout) als hoch ein.
Fehleinschätzung der Bürger
Überraschend ist auch die Auffassung der Befragten, wie lange etwa bei einem Stromausfall die Wasserversorgung aus der Leitung aufrechterhalten werden kann: nämlich nur einen Tag, was nur zehn Prozent richtig einschätzen. Nur 36 Prozent der Bürger verfügen über ein stromunabhängiges Notfallradio.OÖ Zivilschutz appelliert. Die Vorsorge im Haushalt sei das Wichtigste. „Selbstschutz ist der schnellste und effizienteste Schutz“, so OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer.
Gerüstet für den Notfall
Wer zumindest eine Woche autark über die Runden komme, sei gut vorbereitet. Nur drei Bereiche seien abzudecken: ausreichender Lebensmittelvorrat, technische Hilfsgeräte und Medikamente sowie Hygieneartikel. OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner verweist dazu auf die Notfallprodukte wie dem Notfallradio oder die zusammengestellte Notfallbox des Zivilschutzes, erhältlich unter www.zivilschutz-ooe.at


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