Aschermittwoch: Ab heute wird verzichtet!
Ob aus religiösen Gründen oder weil man ein paar Kilos loswerden möchte. Die Fastenzeit nehmen viele zum Anlass, um auf den einen oder anderen Genuss zu verzichten. Egal ob nur ein paar Tage oder tatsächlich bis Ostern. Gestartet wird der Verzicht von den meisten am Aschermittwoch. Von vielen auch gerne, weil ohnehin der Appetit nicht all zu groß ist.

Zuerst die Weihnachtszeit und dann der Fasching. Die vergangenen Monate hatten es in sich. Wer die Kilos von den Keksen und vom tagelangen Schlemmen mit der Familie noch nicht los ist, hat sie vermutlich auch in der Narrenzeit nicht eingebüßt. Denn wer ordentlich feiert, lässt auch das ein oder andere Gläschen nicht aus und ein Faschingskrapfen muss auch ab und zu sein.
Alles wird anders
Dann kommt der Aschermittwoch und dann … wird alles anders. Für viele beginnt dieser Tag schon mal mit einem ordentlichen Kater. Eigentlich wäre jetzt eine Leberkäs-Semmel toll, doch ab heute wird alles anders. Deshalb und zum sanften Start der Entgiftung heute mal fleischlos und natürlich nur Wasser. Dass Fisch gegessen wird, ist nicht nur eine Möglichkeit, den Fleischkonsum einzuschränken, sondern bereits seit Langem ein christliches Symbol, das an Christus erinnern soll.
Katholiken nutzen Zeit zur Vorbereitung auf Ostern
Fasten im christlichen Sinn soll für religiöse Erfahrungen öffnen. Mit dem Aschermittwoch beginnt die Österliche Bußzeit, wie die Fastenzeit in der katholischen Kirche auch genannt wird, die dem christlichen Osterfest vorangeht. Der Aschermittwoch ist nach der Faschingszeit eine Zäsur und lädt ein zur Konzentration auf Wesentliches im Leben und zu einer Reduktion der Komplexität, zur Entschleunigung. Die Österliche Bußzeit kann der eigenen geistlichen Vertiefung des Glaubens und der Erneuerung des eigenen Lebens ebenso wie der Erneuerung des Zusammenlebens dienen.
Verzicht auf Alkohol, Schokolade oder das Auto
Nicht für jeden hat das Fasten einen religösen HIntergrund. Auf welche Genüsse die Menschen in der Fastenzeit verzichten ist unterschiedlich, vor allem auch, wie sie es angehen. Die einen nutzen ein paar Tage, um richtig zu entschlacken, andere wollen bis Ostern auf Süßes verzichten. Wieder andere verbannen Alkohol aus ihrem Leben bis zum Ende der Fastenzeit. Und seit einigen Jahren ebenso auf der NOT-TO-DO-Liste ist die Nutzung des Autos für jeden Weg. Nicht dass man den motorisierten fahrbaren Untersatz ganz weglassen müsste, aber eben weniger. Mehr über die österreichweite Aktion Autofasten erfährt man auf: www.autofasten.at
Weg mit dem Handy: Auch mal offline sein
In Zeiten der Kommunikationsflut gibt es auch schon immer mehr Menschen, die das Smart Phone in der Fastenzeit vermehrt beiseitelegen. Whatsapp-Nachrichten und E-mails bleiben auch mal ungelesen. Und das stundenlange Inormationen abrufen wird aufs Nötigste eingeschränkt. Die Nutzung unserer zahlreichen Kommunikationskanäle wird beim Handy-Fasten oder Social-Media-Fasten reduziert und soll uns mehr Zeit bringen, um uns mit unseren Liebsten zu unterhalten oder auch mal ein Buch zu lesen. Die Form des Fastens sollten vor allem jene ab und zu wagen, die sonst keinen Schritt ohne ihr geliebtes Smart Phone tun.
Fernseher aus, Computer aus
Der tägliche Medienkonsum und das ständige Bedürfnis, vor dem Fernseher oder vor dem Computer zu sitzen, um zu googlen oder zu spielen, nimmt bei vielen Menschen einen großen Zeitraum des Tages ein. Um der Reizüberflutung für eine Weile zu entfliehen, bietet sich auch die Fastenzeit an. Es geht dabei nicht unbedingt nur um den Verzicht, sondern auch um ein Zur-Ruhe-Kommen für einige Zeit. So bleibt bei einigen Leuten auch mal über Wochen hinweg der Fernseher aus. Und man würde es kaum glauben, aber auch das funktioniert!
Fastenzeit zum Abspecken nutzen
Die meisten Faster setzen sich aber das Ziel, durch den Verzicht von Fleisch, Süßigkeiten, Alkohol und/oder Kohlehydraten ein wenig leichter zu werden. Den einen reicht es, eine Sache wegzulassen, andere wiederum machen gleich eine richtige Fastenkur und begeben sich sogar in professionelle Betreuung. So kann man in mehreren Hotels die F.X. Mayr-Kur buchen oder eine Stoffwechselkur mit Unterstützung von Ernährungsexperten und Bewegungscoaches über Fitnessstudios absolvieren.
Fazit: Egal aus welchen Gründen wir fasten und wie lange. Es schadet nicht und zeigt uns auf, dass weniger auch mal mehr sein kann. Vor allem schätzt man dann Genussmittel und vermeintlich unverzichtbare Luxusgüter wieder ganz anders!


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