Haus der Frau feierte 50-jähriges Bestehen
LINZ. 50 Jahre Haus der Frau in Linz: Im Beisein vieler Ehrengäste und langjähriger Begleiter wurde ein würdiger Abschluss dieses besonderen Jubiläumsjahres auf der MS Linzerin gefeiert. Das Haus der Frau ist ein Bildungs- und Begegnungszentrum der Katholischen Frauenbewegung Oberösterreich.

Anfang der 60er Jahre hatten engagierte Frauen der Katholischen Frauenbewegung unter der Leitung von Hertha Fröhler die Idee für die Gründung eines Hauses für Frauen in der Diözese Linz. Am 27. Oktober 1969 wurde das Haus der Frau von der damaligen Diözesanleiterin der Katholischen Frauenbewegung Inge Loidl eröffnet. Zielsetzung war es, Frauen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, frei von einengenden Frauenbildern und –rollen anzusprechen. Diese Ziele sind auch 50 Jahre nach der Eröffnung des Hauses immer noch aktuell. Für viele Frauen ist das Haus der Frau die Jahre über ein Stück Heimat geworden. Es ist ein Ort der Bildung, der Begegnung und des Austausches.
„Frauen ermutigen und ermächtigen“
Die Leiterin des Hauses Eva-Maria Kienast betonte in ihren Eröffnungsworten: „Wir möchten mit unserem Angebot Frauen ermutigen und ermächtigen. Wir möchten sie stärken und ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten. Wir möchten ein Ort sein, an dem Frauen sich willkommen fühlen und voneinander lernen können. Wir möchten mit den Frauen im Gespräch bleiben und ihre Wünsche und Bedürfnisse aufgreifen.“
Im Rahmen des abwechslungsreichen Festaktes wurden Einblicke in die Schwerpunkte vom Haus der Frau gegeben. Texte zum Haus der Frau, die im Rahmen des „SchreibRaums“ entstanden sind, wurden von den Frauen vorgelesen. Claudia Edermayer erzählte ein besonderes Frauenmärchen und drei junge Tänzerinnen von Muts begeisterten die Gäste mit ihren mitreißenden Tanzeinlagen. Die musikalische Gestaltung des Abends übernahm das „Holla-Trio“.
Gabriele Eder-Cakl, ehemalige Leiterin des Hauses und nun Direktorin des Pastoralamtes, führte durch die Geschichte des Gebäudes in der Volksgartenstraße 18, welches 1875 als Gasthaus zum „Österreichischen Hof“ eröffnet worden ist. Bereits 1918 war die Katholische Frauenorganisation für Oberösterreich Hauseigentümerin. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gebäude wieder der Katholischen Frauenbewegung der Diözese Linz zugeeignet.
Frauenbildung als zentrales Anliegen
Die ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung OÖ Paula Wintereder unterstreicht die Wichtigkeit der Frauenbildung im Jahr 2019: „Der Katholischen Frauenbewegung OÖ ist Bewusstseinsarbeit, also Frauenbildung ein zentrales Anliegen! Wir wollen Frauen stärken, befähigen und unterstützen. Das gelingt vielfach von Frau zu Frau – durch Begegnung und in Gemeinschaft!“
Am Ende des Festaktes wurden neben Dankesworten auch Wünsche von Kienast Eva-Maria ausgesprochen: „Wir wünschen uns, dass das Haus der Frau noch ganz lange ein solcher Ort für Frauen sein kann und bedanken uns bereits jetzt für die Unterstützung auf dem Weg in die Zukunft!“
Zahlreiche Gäste
Unter den Gästen des Festaktes fanden sich Bundesrätin Doris Schulz, Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, Diözesanbischof Manfred Scheuer die Präsidentin der Katholischen Aktion OÖ Maria Hasibeder und viele mehr.
Diözesanbischof Manfred Scheuer gab im abschließenden Segen alles Gute mit auf den Weg.


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