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OÖ. Stress, Isolation, Sorgen um den Job und Bewegungsmangel: all das sind Probleme, die die Corona-Pandemie derzeit auslöst. Speziell Männer sind besonders stark vom Bewegungsmangel betroffen, da sie oft in Vereinen sportlich aktiv sind - mit teilweise ernsten Folgen für die Gesundheit.

Schon ein Training mit einfachen Übungen kann viel bewirken. (Foto: tommaso79/Shutterstock.com)
Schon ein Training mit einfachen Übungen kann viel bewirken. (Foto: tommaso79/Shutterstock.com)

Nicht nur für Covid-19-Erkrankte bringt die Coronakrise gesundheitliche Folgen mit sich. Auch Stress, Isolation, Sorgen um den Job oder Bewegungsmangel wirken sich negativ auf die Gesundheit aus. Letzteres betrifft Männer überdurchschittlich oft, denn oftmals sind Männer im Vereinssport aktiv – etwa beim Fußball, Handball oder Kampfsport. All das fällt derzeit flach und infolge auch der Sport. „Zwar sind Männer per se keine Sportmuffel, fällt aber die Motivation und auch die Möglichkeit dazu weg, bleibt der Sport auf der Strecke“, weiß Helmuth Ocenasek, Sportmediziner und Referent für Sportärzte der Ärztekammer für Oberösterreich.

Ungesunder Lebensstil

Hinzu kommt: „Männer gehen mit gesundheitlichen Problemen anders um als Frauen: Männer betreiben sehr oft ‚Reparaturmedizin‘ anstatt Vorsorgemedizin – damit sind sie stärker von ernsteren Erkrankungen betroffen, da sie erst zum Arzt gehen, wenn es bereits belastende Symptome gibt.“ Dies begünstigt einen ungesunden Lebensstil. Zum Bewegungsmangel kommen in vielen Fällen auch ungesunde Gewohnheiten, wie verstärktes Rauchen, vermehrter Griff zu Chips & Schokolade oder auch ein erhöhter Konsum von Alkohol, dazu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät, gerade in der Corona-Pandemie das Trinken von Alkohol auf ein Minimum zu beschränken. Zum einen schwächt Alkohol das Immunsystem, zum anderen steigt die Gefahr, sich an den Alkoholkonsum zu gewöhnen und langsam aber sicher in eine Alkoholsucht abzugleiten. Außerdem erhöht sich unter Alkoholeinfluss auch das Risiko für familiäre Gewalt.

Motivation zurückholen, Krankheiten vermeiden

Durch die Coronakrise ist daher davon auszugehen, dass Erkrankungen, wie das metabolische Syndrom, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislaufprobleme, Adipositas sowie Beschwerden des Bewegungsapparates, ansteigen werden. Daher ist es besonders wichtig, für den Sport motiviert zu bleiben: „Ein klassisches Home-Workout mit Sit-Ups oder ein paar Klimmzügen kann hier bereits viel bewirken. Jetzt ist auch die ideale Gelegenheit den als ‚Wäscheständer‘ in der Abstellkammer stehenden Heimtrainer (Ergometer) abzustauben und zu reaktivieren. Aber auch der Sport draußen sollte nicht ausfallen. Mit einem entsprechenden Abstand von zwei Meter setzt man sich auch keinem Ansteckungsrisiko aus. Hält man diesen ein, ist die Gefahr sich beim Sport im Freien anzustecken nur minimal“, erklärt der Mediziner.


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