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Gelebte Nachbarschaftshilfe: Initiative bringt Menschen mit und ohne Garten zusammen

Jürgen Affenzeller, 14.05.2020 10:29

LINZ/OÖ.  Nach der langen Isolation in den eigenen vier Wänden suchen die Menschen vermehrt Ruhe und Entspannung in der Natur, doch an stark frequentierten Plätzen kann das zur Herausforderung  werden.  Die neue  Initiative  „Meine.Deine.Gartenzeit“  bringt Menschen mit und ohne Gärten zusammen. 

  1 / 3   Claudia Gilhofer und Nina Panholzer, zwei der drei Projektinitiatoren. Fotos: Meine.Deine.Gartenzeit

Spielplätze,  Grünanlagen  oder  Seeufer  –  auch  in  den  öffentlichen Naherholungsgebieten  muss  nach  der  Lockerung  der  Ausgangsbeschränkungen weiterhin  mindestens  ein  Meter  Abstand  zu  anderen  Besuchern  gehalten  werden. Nicht jeder verfügt über einen privaten Garten als Ruheoase, fernab von Menschenansammlungen, Lärm und Hektik. Dieses Glück will die Nachbarschaftsinitiative „Meine.Deine.Gartenzeit“ teilen.

Gemeinschaft im Kleinen fördern

Gegenseitige Hilfe  und  Unterstützung  erlebt  seit  der  Corona-Pandemie  wieder  einen  Aufschwung. Der  Rückzug  ins  Private  ist  aufgrund  der  nach  wie  vor  gegebenen  Infektionsgefahr  vielen  Menschen  ein  Bedürfnis.  „Unsere  Initiative  vereint  diese  Aspekte.  Wir  wollen  so  die Gemeinschaft  im  Kleinen  fördern  und  vor  allem  Familien,  die  keinen  Balkon  oder  Garten haben,  erholsame  Zeit  im  Grünen  ermöglichen“,  sagen  die  Projektinitiatorinnen  –  Nina  Panholzer,  Claudia  Gilhofer  und  Christian  Schütz. 

Auf  ihrer  Internetseite www.gartenteilen.at  können  sich  Menschen  kostenlos  registrieren,  die  einen  Garten  teilen möchten  beziehungsweise  suchen.  Ein  automatisches  Matching-Tool  bringt  sie  nach vorgegebenen Kriterien zusammen. 

Nachhaltiges Naturerlebnis

Vorgeschlagen  werden  ausschließlich  Gärten  in  der  Nähe  zum  eigenen  Wohnort,  die zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. Der Radius beträgt maximal 20 Kilometer Entfernung, die Initiative leistet damit auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Spielregeln für das Garten-Sharing sind einfach: Maximal fünf Menschen dürfen den Garten gemeinsam benützen, Zeitpunkt und Dauer definieren beide Seiten gemeinsam. 

Wir-Kultur stärken

„Manche Familien werden im Sommer nur eingeschränkt Ausflüge machen können, da diese meist auch mit finanziellem Aufwand verbunden sind. Darum möchten wir mit unserer Initiative möglichst  viele  Interessierte  zusammenbringen  und  hoffen,  dass  sich  zahlreiche Gartenbesitzer dieser Idee annehmen“, so der Appell von Nina Panholzer, die ihren eigenen Garten ebenfalls zur Verfügung stellt.  

Nähere Informationen auf

www.gartenteilen.at 


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