Ökologische Rasenpflege: nachhaltig, bienen- und auch menschenfreundlich
OÖ. Der Rasen nimmt im Garten eine besondere Rolle ein – als Spielfläche für Kinder und Hunde, Liegewiese für gemütliche Stunden und beim Barfußlaufen. Im Gegensatz zu anderen Gestaltungselementen kommen wir mit ihm direkt in Berührung. Das sollte bei der Rasenpflege mitbedacht werden.

Neueste Pilotprojekte zur Pflege an Sportplätzen zeigen, dass eine ökologische Pflege sogar auf stark beanspruchten Rasenflächen möglich ist. Der ökologisch gepflegte Rasen zeigt sich insgesamt vitaler und dichter. Zusätzlich erhöht sich die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens.
Rasen benötigt Pflege
Rasenflächen sind gestresste Monokulturen, die eine regelmäßige und auch sehr intensive Pflege brauchen. Rasengräser benötigen belebte, durchlässige Böden, die gut mit Humus und Nährstoffen versorgt sind. Organische Dünger sorgen für einen langfristigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und füttern die Bodenmikroorganismen. Das Bodenleben kann mit Kompost- und Komposttee-Ausbringung stark angeregt werden.
Chemisch-synthetische Rasendünger
Chemisch-synthetische Dünger sind dagegen wasserlöslich und können nur direkt von den Pflanzen aufgenommen werden – das Bodenleben hungert und verarmt zusehends. Außerdem enthalten viele chemisch-synthetische Rasendünger teilweise für Mensch und Insekten gesundheitsschädliche Unkrautvernichter.
Garten-Tipp
Ein Kräuterrasen ist weniger empfindlich und Gänseblümchen sind z.B. in Eiswürfel eingefroren ein Blickfang in jedem Cocktailglas. Außerdem zeigen Gänseblümchen an, ob Regen kommt. Wenn sie die Blüten tagsüber zumachen, kann man den nächsten Stunden mit Regen rechnen.


