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LINZ/ANDORF. 2018 wurde der Lehrgang „Junge Pflege“ als Pilotlehrgang gestartet. Er ermöglicht es Jugendlichen erstmals direkt nach dem Pflichtschulabgang eine Ausbildung als Fach- und Sozialbetreuer Altenarbeit zu beginnen. Am 14. September ist der dritte Lehrgang in Linz und Andorf im Bezirk Schärding gestartet, mit 38 Schülern.

Neue Schüler in Andorf (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)
  1 / 3   Neue Schüler in Andorf (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Vor diesem Pilotlehrgang war eine solche Ausbildung erst ab dem 17. Lebensjahr möglich. Die meisten Jugendlichen orientieren sich beruflich aber bereits nach dem Abschluss der Pflichtschule. Mit dem Lehrgang „Junge Pflege“ konnte Landesrätin Birgit Gerstorfer gemeinsam mit der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich eine gute Lösung dafür entwickeln.

„Praxistest erfolgreich bestanden“

„Es freut mich sehr, dass diese neue Ausbildungsform den Praxistest erfolgreich bestanden hat und von den Jugendlichen positiv angenommen wird. Das Pilotprojekt startete 2018 mit einer Klasse in Linz. Im Jahr darauf konnte ein weiterer Lehrgang in Linz begonnen werden und zusätzlich startete in Ried im Innkreis ein neuer Standort. Zum Schulstart am 14. September 2020 werden zwei neue Lehrgänge gestartet. Einer in Linz mit 28 Teilnehmern und ein weiterer am zusätzlichen Standort in Andorf mit einer und Teilnehmeranzahl von zehn Personen. Insgesamt konnten wir bereits 86 Jugendliche für eine Ausbildung in der Altenbetreuung gewinnen. Das ist ein wirklich toller Erfolg“, sagt Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

Theorie und Praxis

Die Ausbildung umfasst einen medizinischen Teil, einen pflegerischen Teil, der die Pflegeassistenz mit Tätigkeiten rund um Körperpflege und Mobilisation umfasst und einen sozialbetreuerischen Teil, indem der Umgang mit älteren Menschen gelehrt wird. Auch der praktische Teil kommt nicht zu kurz. In einem vom Pflege- und Altenheim zur Verfügung gestellten Raum haben die Auszubildenden die Möglichkeit, Erlerntes vorerst an ihren Mitschülern zu üben. Zum Heranführen in den Beruf und den Kontakt mit älteren Menschen werden mit den Heimbewohnern verschiedene Aktivitäten unternommen, wie Brettspiele spielen, sportliche Übungen oder gemeinsame Ausflüge.

Im Zentrum des zweiten und dritten Lehrjahres steht dann der Erwerb der fachlichen Kompetenz durch Theorie und Praktikumsblöcke. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird somit, wie bisher beim Beginn ab 17 Jahren, mit dem 19. Lebensjahr abgeschlossen. Die Auszubildenden sind somit unmittelbar danach befähigt, in Heimen oder bei Mobilen Diensten als Fach-Sozial-Betreuer Altenarbeit zu arbeiten.


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