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OÖ/WELS. Ein Plädoyer für die ganzheitliche Gesundheitsvorsorge und entsprechende Präventionsmaßnahmen, um gerade in Corona-Zeiten das Immunsystem zu stärken, halten die Gesundheitsexperten Andreas Gruber, Andrea Spaeth und Fritz Mallner.

Andrea Spaeth, Andreas Gruber und Fritz Mallner (v. l.) im Expertentalk (Foto: NORDpharma GmbH)
  1 / 3   Andrea Spaeth, Andreas Gruber und Fritz Mallner (v. l.) im Expertentalk (Foto: NORDpharma GmbH)

Die längst überfällige Frage sei „Corona Panik oder aktive Gesundheitsvorsorge?“, so Gruber, Pharmazeut und Geschäftsführer der Welser Nordpharma GmbH. „Wir werden mit Corona leben müssen, sowie auch mit vielen andern Viren. Angst ist schlecht für das Immunsystem.“ Die aktive Gesundheitsvorsorge als Schutz vor Corona werde viel zu wenig kommuniziert, ist der Spezialist für Mikronährstoffe und Inhaber der Apotheke Nord in Wels überzeugt.

Angst kann krank machen

Angst und Panik habe Auswirkungen auf den Körper. Angst erhöht die Ausschüttung der Hormone Cortisol und Adrenalin. Bleibt das Level über einen längeren Zeitraum konstant koch, kommt das Immunsystem aus dem Gleichgewicht und wir werden leichter krank, erläutert Gruber. Auch dauerhafte Stressbelastung schwäche die Abwehrkräfte.

Wie man das Immunsystem unterstützt

Wichtig sind vor allem die Vitamine A, B, C, D und Folsäure sowie die Spurenelemente Zink und Selen. Die häufigsten Mängel können laut Studien bei Zink, Selen und Vitamin D festgestellt werden. Eine frühzeitige Einnahme von Zink kann das Andocken der Viruszelle etwa auf den Schleimhäuten blockieren. Vitamin C ist nicht nur ein wichtiges Antioxidans, sondern spielt auch bei der Immunabwehr eine wesentliche Rolle. Vitamin D wiederum steuert zahlreiche Gene im Körper, darunter auch jene, die einer Infektionsabwehr dienen. Besonders in der kalten Jahreszeit ist eine Supplementierung von Vitamin D bei allen Personengruppen empfehlenswert.

„Ein optimal versorgtes Immunsystem wird schneller und leichter mit Erregern fertig. Daher sollten wir nicht nur in Zeiten von Pandemien darauf achten“, so Andreas Gruber.

Besonders wichtig ist auch die Vorbeugung, „mit abwechslungsreicher, gesunder Ernährung, Bewegung, Freude und Spaß im Leben und keiner Angst. Das Immunsystem ist ein erlerntes System, das funktioniert“, so Gruber. Das Immunsystem sei ein Wunderwerk.

Von Experten analysieren lassen

„Eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung ist die Basis, das heißt aber nicht immer, dass der Körper alles aufnehmen kann. Jeder Mensch ist anders, hat einen andern Lebensstil. Bei Stress, Diäten, der Einnahme von Medikamenten oder auch bei Krankheiten hat der Körper Bedarf an mehr Nährstoffen, gerade auch im Winter“, erläutert Pharmazeutin Andrea Spaeth. „Ein Mangel an Vitamin D kann laut neusten Erkenntnissen das Risiko für Influenza- und Atemwegserkrankungen erhöhen“, so Spaeth. Sie unterstreicht, dass trotz ausgewogener Ernährung immer noch an Mangel an wichtigen Nährstoffen bestehen kann, auch aufgrund der Tatsachen wie Nährstoffverlust durch langer Transportwege, ausgelaugter Böden etc.

Empfohlen wird, von Experten analysieren zu lassen und den Status erheben zu lassen, welche Nährstoffe fehlen, etwa bei einer Vorsorgeuntersuchung. Und „wenn Ergänzungsmittel nicht ordentlich dosiert sind, werden sie nichts bringen. Daher vorab mit dem Arzt zusammensetzen und absprechen, was für mich am besten ist“, so Spaeth.

Wichtiger Faktor Prävention

„Ein Immunsystem ist wie ein Kernreaktor, der viel Energie produzieren muss“, so Fritz Mallner, der sich auf Prophylaxe- & Präventionsmaßnahmen spezialisiert hat. Überall, wo der Körper mit Bakterien, Viren oder Verletzungen wie Schnitt- oder Stichwunden konfrontiert ist, muss das Immunsystem aktiv werden. Daher ist es wichtig, dass die Eintrittsbarrieren im Körper aktiv sind.

Eine der häufigsten Eintrittsportale sind die Nasen- und Mundschleimhaut. Daher fange die Vorbeugung idealerweise dort an. Wichtig sei es etwa, trockene Nasenschleimhäute zu vermeiden. Ebenfalls wesentlich sei eine ordentliche Zahnhygiene.

Bei der Eingangspforte Haut „ist ein vernünftiges Desinfizieren der Hände sinnvoll. Wesentlich ist auch ein gesunder Darm. Der Darm ist der Hauptakteur in puncto Immunabwehr, wird aber häufig unterschätzt“, so Mallner.

„Wollen Druck rausnehmen“

Wichtig für die drei gerade angesichts der steigenden Corona-Zahlen: „Wir wollen den Druck rausnehmen“. Von Herbst bis Frühling gebe es mehr virale Erkrankungen, „wir wollen zeigen, dass mit natürlichen Substanzen einiges erreicht werden kann“. Gruber verweist hier auf rein pflanzliche Wirkstoffe, die sowohl antibakterielle als auch antivirale Wirkung hätten.“


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