Bischof Scheuer zum Jahreswechsel: "Für das kommende Jahr viel Zuversicht"
OÖ/LINZ. Bischof Manfred Scheuer dankt den Oberösterreichern in seiner Ansprache zum Jahreswechsel für die Hilfsbereitschaft und Solidarität während der Corona-Pandemie. Die Videobotschaft im Wortlaut gibt's im Folgenden.

„Liebe Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher – alle, die hier leben!
Zum vergangenen Jahreswechsel haben wir uns ein gutes neues Jahr 2020 gewünscht. Ist es ein gutes Jahr geworden? Wir blicken zurück auf ein Jahr, das man nicht für möglich gehalten hätte. Die Corona-Pandemie hat die ganze Gesellschaft vor enorme Herausforderungen gestellt, hat Pläne im Großen und Kleinen über den Haufen geworfen. Sie hat viel Leid verursacht: Krankheit und Tod, Einsamkeit und soziale Distanzierung, Arbeitslosigkeit und Armut. Das ist eine traurige Tatsache.
Es gibt aber auch für vieles zu danken: Für die Hilfsbereitschaft und Solidarität, die sich in der Bevölkerung zeigt. Für die Menschen, die bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit arbeiten, um die Krise zu bewältigen. Für alle – gerade auch in der Kirche – die Verantwortung in dieser Situation übernehmen und mit Engagement und Kreativität für die Menschen da sind. Ich wünsche uns für das nun kommende Jahr viel Zuversicht. Zuversicht, dass die Gesellschaft gelernt hat, was Solidarität heißt, und dass niemand auf der Strecke bleiben darf. Zuversicht, dass es einen zuverlässigen Wirkstoff gegen das Virus geben wird. Zuversicht, dass es einen Alltag nach der Pandemie geben wird. Einen Alltag, der gesellschaftliches, kulturelles und religiöses Leben ohne Einschränkungen ermöglicht. Einen Alltag, der Besuche und Umarmungen ermöglicht. Diese Zuversicht und Hoffnung dürfen wir vor Gott hintragen.
Und so wünsche ich Ihnen von Herzen und ganz bewusst alles Gute und Gottes Segen für das Neue Jahr 2021!“
Bischof Manfred Scheuer
Novene zum Jahresbeginn
Unter dem Motto „Mit Gott-Vertrauen das Neue Jahr beginnen“ laden die österreichischen Bischöfe ab 1. Jänner 2021 zu einem Neun-Tage-Gebet während des Corona-Lockdowns ein. Die Novene startet am Hochfest der Gottesmutter Maria; an diesem Tag begeht die katholische Kirche auch den Weltfriedenstag. Für jeden der neun Tage gibt es ein eigenes Gebetsmotto, einen Bibeltext und einen Meditationstext.
Herausgegeben werden die Texte für die bis 9. Jänner 2021 dauernde Gebetsinitiative von der Österreichischen Bischofskonferenz. Sie sind auf der Webseite der Diözese Linz abrufbar.
Eine Novene ist ein 9-Tage-Gebet. Sie wird zu besonderen Anlässen und in Krisenzeiten gebetet.


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