Am 4. Februar ist Weltkrebstag: Ordensklinikum Linz zieht Bilanz
LINZ. Am 4. Februar wird jährlich der Weltkrebstag begangen. Dieser hat das Ziel, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Viele Betroffene sind in diesem Jahr aufgrund der Pandemie zusätzlich verunsichert. Die Versorgung ist aber sichergestellt, sagt das Team des Ordensklinikum Linz.

Das Ordensklinikum Linz führte 2020 laut eigener Aussage 72 körpereigene und 59 körperfremde Stammzellentransplantationen durch. Diese kamen bei Leukämie, Lymphknotenkrebs oder anderen Krebserkrankungen des Knochenmarks zum Einsatz. Verglichen mit 2019 ist die Zahl der Stammzellentransplantationen leicht gestiegen. Selbiges treffe auf die Verabreichung medikamentöser Tumortherapien zu. Die Versorgung sei sichergestellt, sagt Stefan Meusburger, Geschäftsführer des Ordensklinikum Linz. „Wird eine Krebsdiagnose gestellt, gilt es, rasch zu handeln. Bei einer Krebserkrankung darf es keine Zeitverzögerung geben und die nötigen operativen und therapeutischen Maßnahmen müssen schnellstmöglich durchgeführt werden. Durch rasches Reagieren und Umstrukturierungen zu Beginn der Pandemie konnten wir die spitzenmedizinische Behandlung uns anvertrauter Krebspatientinnen und Patienten über die Corona-Monate hinweg sicherstellen. Natürlich versorgen wir als Notfall-Aufnahmespital auch Patienten mit dringlichen und akuten Erkrankungen sowie Covid-19-Patientinnen und Patienten“, führt Meusburger aus.
Therapien werden nicht verschoben
2020 wurden alle operativen Eingriffe an Krebspatienten durchgeführt. Sowohl bei Operationen als auch bei Therapien gebe es keine Verschiebungen, ergänzt Andreas Petzer, Vorstand der Abteilungen für Hämatologie, Stammzelltransplantation und Medizinische Onkologie am Ordensklinikum Linz.
Um onkologische Patienten ausreichend vor Covid-19 zu schützen, wurden im Ordensklinikum Linz zusätzliche Schutzmaßnahmen getroffen. „Gleichzeitig zeigt die Erfahrung im klinischen Alltag, dass Krebspatientinnen und Patienten besonders aufmerksam, kooperativ und diszipliniert sind. Wenn es um die Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen geht, nehmen sie damit eine Vorbildrolle ein“, sagt Holger Rumpold, Leiter des Viszeralonkolgischen Zentrums am Ordensklinikum Linz. Da Krebspatienten ein höheres Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hätten, sei es außerdem sinnvoll, die Patienten zu impfen. Der Impfplan des Bundes sieht dazu eine priorisierte Corona-Schutzimpfung für Menschen mit Krebserkrankungen vor. Laut Rumpold und Petzer sollte darüber hinaus nicht auf Vorsorgeuntersuchungen vergessen oder verzichtet werden. Gerade bei Krebs sei die Früherkennung ein wesentlicher Überlebensfaktor.


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