Spezialambulanz zur Vor- und Nachsorge bei Lungentransplantationen

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Der Leiter der neuen Spezialambulanz zur Lungentransplantations-Vor- und Nachsorge Christopher Lambers mit den Patienten Erika Hofbauer und Roland Schenk (Foto: Ordensklinikum Linz)
Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 04.05.2021 11:32 Uhr

LINZ. Pro Jahr werden in Österreich mehr als 100 Lungentransplantationen an den Universitätskliniken in Wien und Innsbruck durchgeführt. In Oberösterreich sind von solch einem überlebensnotwendigen operativen Eingriff jährlich bis zu zehn Patienten betroffen. Um ihnen wohnortnahe spitzenmedizinische Versorgung vor und nach der Transplantation zu ermöglichen, wurde am Ordensklinikum Linz unter der Leitung von Primar Christopher Lambers eine Spezialambulanz geschaffen.

Die Transplantation einer Lunge ist die letzte Therapieoption bei fortgeschrittenen chronischen Lungenerkrankungen, wenn die etablierten Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind und das Leben der Patienten ohne Transplantation gefährdet ist. „Die Betreuung nach einer Lungentransplantation ist sehr komplex und erfordert eine langjährige Expertise. Bisher mussten Patientinnen und Patienten für die Nachbetreuung, die ein Leben lang notwendig ist, wochen- bzw. monatsweise nach Wien oder Innsbruck pendeln. Um den Patientinnen und Patienten wohnortnahe spitzenmedizinische Versorgung möglich zu machen, wurde nun die Lungentransplantationsambulanz am Ordensklinikum Linz Elisabethinen als Ergänzung etabliert“, erklärt Lambers.

„Werde in Linz gut versorgt“

Ein Patient, der nun die Expertise am Ordensklinikum Linz nutzt, ist Roland Schenk (52). „Ich muss regelmäßig zu Untersuchungen ins Krankenhaus. Für mich als Patient verbessert sich natürlich die Lebensqualität, wenn ich dafür nicht immer nach Wien fahren muss und ich hier gut versorgt werde“, schildert der Linzer, der vor seiner dritten Lungentransplantation steht.

Mit 33 Jahren nahm bei dem begeisterten Fußballspieler plötzlich die Lungenfunktion rapide ab, die Diagnose lautete Lungen-Fibrose. Nach drei Monaten auf der Spenderliste wurde dem Nichtraucher 2001 zum ersten Mal am Allgemeinen Krankenhaus der MedUni Wien eine Lunge transplantiert. „Alles verlief nach Plan, ich war schnell fit und konnte so-gar wieder als Tormann bei meinem Fußballverein weitermachen“, schildert der Linzer, der Obmann des Österreichischen Verbandes der Herz- und Lungentransplantierten ist.

Zehn Jahre nach seiner ersten Lungentransplantation folgte 2011 die zweite. „Mein Gesundheitszustand verschlechterte sich und mir konnte wieder an der MedUni Wien eine Lunge transplantiert werden. Allerdings ging es mir nachher nicht so gut wie beim ersten Mal, aber nach einiger Zeit konnte ich wieder Wandern und Skifahren. Fußballspielen war aber für mich vorbei“, so der zweifache Familienvater, der regelmäßig zur Nachsorge am Ordensklinikum Elisabethinen Linz ist.

Seit zwei Monaten steht Roland Schenk nun wieder auf der Spenderliste und ist nun auch zur Vorsorge in Behandlung bei Primar Lambers. „Beim Duschen habe ich es plötzlich gemerkt, dass ich schwer Luft bekomme. Die Möglichkeit der Transplant-Vorsorge nehme ich nun in Linz in Anspruch. Derzeit vermeide ich große Anstrengungen, da ich schon bei der kleinsten Belastung Sauerstoff benötige. Daher arbeite ich zurzeit von Zuhause für meine Firma. Ich freue mich schon auf den Anruf der Uniklinik Wien, wenn eine Spenderlunge für mich gefunden wurde. Dann muss mein Körper das Organ annehmen und wieder trainiert und fit gemacht werden.“

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