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LINZ. Die Stadt Linz bewirbt sich gemeinsam mit den Seniorenzentren für das Pilotprojekt „Community Nursing“ des Bundesministeriums. Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit und Pflege plant die Umsetzung von 150 Pilotprojekten zu Community Nursing in Österreich. 

Die Stadt Linz hofft auf eine Zusage für das Community Nursing-Projekt. (Foto: Monkey Business Images/Shutterstock.com)

Die Stadt Linz beteiligt sich in Kooperation mit den städtischen Seniorenzentren an der Ausschreibung, die dazu notwendigen Vorbereitungsarbeiten laufen seit Sommer. „Die Landeshauptstadt mit ihren städtischen Einrichtungen bietet die beste Voraussetzung, um dieses Pilotprojekt erfolgreich zu etablieren“, hofft die für Soziales zuständige Vizebürgermeisterin Karin Hörzing auf eine Zusage.

Das Konzept „Community Nurses“ soll eine Schnittstelle zwischen den Sozialberatungsstellen Kompass und dem Versorgungsangebot im Stadtteil sein. Zentral dabei ist ein wohnortnaher, niederschwelliger Zugang zu Beratung, Unterstützung und Vermittlung zu passgenauen Dienstleistungen. Ziel ist es einerseits, eine Lücke in der Versorgung älterer Menschen zu schließen und stationäre Heimaufnahmen hinauszuzögern. Andererseits sollen die Seniorenzentren als Kompetenzzentren wahrgenommen werden, in denen man in allen Fragen zu Gesundheit und Pflege Information und Unterstützung erhält und die als Anlaufstelle für Betroffene, Bürger und Interessierte fungieren.

150 benötigte Pflegekräfte werden „abgesaugt“

Bei aller Vorfreude übt Hörzing aber auch Kritik: „So ist beispielsweise vorgesehen, dass im Rahmen dieses Pilotprojekts praktisch ausschließlich diplomierte Pflegefachkräfte eingesetzt werden sollen. Dies ist meines Erachtens in mehrerer Hinsicht kontraproduktiv. Zum einen werden dadurch insgesamt 150 dringend benötigte hochqualifizierte Pflegefachkräfte aus dem Pflegebereich ‚abgesaugt‘ und zum anderen erfolgt dadurch ein Ausschluss anderer Berufsgruppen, wie beispielsweise Sozialarbeitern, die je nach Ausgestaltung der Pilotprojekte genauso gut geeignet wären.“


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