Primärversorgungszentrum ab Jänner im Stadtteil Grüne Mitte

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 25.11.2021 16:26 Uhr

LINZ. Jetzt steht der Beschluss fest: Am 12. Jänner 2022 startet das zweite Primärversorgungszentrum (PVZ) in Linz – als insgesamt siebtes im Bundesland. In der Hamerlingstraße 27 sorgen künftig fünf Allgemeinmediziner und weitere Spezialisten für die Gesundheit der Bevölkerung im Stadtteil Grüne Mitte.

Das neue Primärversorgungszentrum bürgt 40 Stunden pro Woche für eine umfassende Gesundheitsversorgung aus einem Guss: Neben den Allgemeinmedizinern Stefanie Bitter, Birgit Kässmann, Barbara Rechberger, Moritz Mikschl und Wolfgang Popp, der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ordinationsassistenz im Kernteam arbeiten vor Ort auch Spezialisten für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, klinische Psychologie/Psychotherapie, klinische Pharmazie, Wund­management, Diätologie und Sozialarbeit. Gemanagt wird das PVZ von der Wohn & Leben GmbH in Kooperation mit dem Krankenhaus der Elisabethinen in Linz.

„Chance für junge Kollegen“

„Als junger Arzt war es schon immer mein Ziel, eines Tages in einer Ordination selbstständig zu sein. Eine wichtige Motivation, in einem PVZ zu arbeiten, war für mich die sehr enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit vielen Gesundheitsberufen, um den Patienten innerhalb eines Gebäudes ganzheitlich bestmöglich betreuen zu können. Auch der schnelle, unkomplizierte, informative Austausch zwischen den Kollegen im Team ist ein großer Pluspunkt“, freut sich Wolfgang Popp, Arzt im PVZ Grüne Mitte, und ergänzt: „Ich sehe in diesem Projekt eine große Zukunftschance und hoffe, dass dies ein Anstoß ist, um weiteren jungen Kollegen den Weg zum niedergelassenen Allgemeinmediziner zu erleichtern, um so weiterhin eine gute, flächendeckende medizinische Versorgung zu ermöglichen.“

„Trendwende eingeleitet“

Möglich gemacht hat das Primärversorgungszentrum die Zusammenarbeit von Ärztekammer für Oberösterreich, Land Oberösterreich und Österreichischer Gesundheitskasse.

„Primärversorgung bringt wirklich allen etwas: Längere Öffnungszeiten für Patientinnen und Patienten, eine systematisch geplante Gesundheitsversorgung aus einem Guss und familienfreundliche Arbeitszeiten für die Teamplayer vor Ort. Wir haben hier eine Trendwende eingeleitet, um wieder mehr Ärztinnen und Ärzte für den niedergelassenen Bereich zu gewinnen. Entschlossenes Handeln ist auch nötig. Gerade in Linz – vor allem im Süden – stehen wir vor großen Herausforderungen, die gewohnt gute Versorgung aufrecht zu halten. Neue Modelle der ärztlichen Kooperation geben uns neue Möglichkeiten in die Hand, diese Probleme zu lösen“, betont Albert Maringer, Vorsitzender des ÖGK-Landesstellenausschusses.

Gesundheitsreferentin und LH-Stellvertreterin Christine Haberlander: „Wir arbeiten für ein großes Ziel: Dafür, dass die Menschen in unserem Land gut und gesund leben können. Eine funktionierende Primärversorgung bedeutet dabei, dass alle Patientinnen und Patienten mit ihren medizinischen ‚Alltagssorgen‘ eine wohnortnahe allgemeinmedizinische Versorgung erhalten, über die traditionelle Hausärztin, den Hausarzt oder über Primärversorgungszentren. Diese Versorgung in allen Regionen in guter Qualität anzubieten bleibt das gemeinsame Ziel aller Systempartner.“

Wolfgang Ziegler, Kurienobmann-Stellvertreter der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich: „Es herrscht ein dringender Bedarf an Hausärztinnen und Hausärzten. Daher ist das neue Primärversorgungszentrum Linz Grüne Mitte ein sehr wichtiger und guter Schritt, was die hausärztliche Versorgung in Oberösterreich und gerade in Linz angeht. Jede gelungene Besetzung einer Kassenstelle ist sehr zu begrüßen, das kann aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein.“

Auch der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml begrüßt den Beschluss der Landeszielsteuerungskommission hinsichtlich zweitem PVZ in der Landeshauptstadt: „Die neue Einrichtung wird ein weiterer notwendiger Meilenstein zur Sicherung einer niederschwelligen medizinischen Versorgung im Zentralraum sein. Eine sinnvolle Maßnahme, angesichts einer verstärkten Verteilung der praktischen Ärzte und Fachärzte in der oberen Stadtmitte.„

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