Tag der Freiwilligkeit (5. Dezember): „Ich schenke Zeit, die ich mir bewusst abzweige“

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 05.12.2021 10:05 Uhr

LINZ. Trotz der Schnelllebigkeit unserer Zeit, gibt es immer noch viele Menschen - in OÖ jede dritte Person -, die regelmäßig ihre Zeit spenden, um Gutes zu tun. Mit seinen zahlreichen Freiwilligen steht auch das Rote Kreuz Linz für eine starke Zivilgesellschaft. Gerade in der Pandemie erweisen sich die ehrenamtlich Tätigen einmal mehr als starkes Rückgrat der Bevölkerung. Der Internationale Tag der Freiwilligkeit am 5. Dezember ist ein passender Anlass, um Danke zu sagen.

Beruf, Familie, Ausbildung, Ehrenamt: All diese Dinge müssen die Freiwilligen des Roten Kreuzes Linz in Einklang bringen. „Ich bin Mitte 50, noch voll im Job und ich lebe in einer Partnerschaft. Ich schenke Zeit, die ich mir bewusst aus meinem Lebensablauf abzweige“, erzählt Harald, der abgesehen von ein paar kurzen Unterbrechungen seit 36 Jahren beim Roten Kreuz Linz im Einsatz ist. Die Führungs- und Offiziersausbildung beim Roten Kreuz hat zudem sein berufliches Leben bereichert. Er ist überzeugt, der Sozialdienst präge jeden Menschen.

Auch Iris weiß nur allzu gut ob der Herausforderung, alle Lebensbereiche unter einen Hut zu bringen. „Um Familie, Beruf und die Tätigkeit als Rettungssanitäterin zu vereinbaren, steht meine Familie zu 200 Prozent hinter mir und unterstützt mich, wo es nur geht. Es funktioniert wirklich nur, wenn die Familie dieses zeitaufwändige Hobby mitträgt.“ Die Mutter eines Teenagers engagiert sich bereits seit 1998 beim Roten Kreuz (seit 2001 an der Ortsstelle Linz-Stadt). Zudem arbeitet sie hauptberuflich schon viele Jahre auf der Intensivstation eines Linzer Klinikums.

Freiwilligkeit ein Gewinn für die Gesellschaft

Beim Roten Kreuz Linz engagieren sich Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und aus allen möglichen Berufssparten. Gemeinsam ist ihnen allen ihr Bedürfnis, zu helfen und zu geben, einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. „Aufgrund eines Fahrradunfalls mit 14 Jahren habe ich mich entschieden, die Ausbildung zur Rettungssanitäterin zu machen, um auch andere Menschen in kritischen Situationen betreuen und adäquat versorgen zu können. In Bezug auf den Stellenwert der Freiwilligkeit für mich, brauche ich wohl nichts zu sagen, denn es spricht für sich, dass ich seit dem Jahr 1998 freiwillige, aktive Mitarbeiterin im Rettungsdienst bin!“, schildert Iris die Beweggründe für ihr ehrenamtliches Engagement.

Auch Kollege Harald kam durch ein privates Ereignis zu seiner freiwilligen Berufung. „Ein dramatischer Vorfall in meiner Familie vor vielen Jahren hat nicht nur mein Interesse geweckt – ich konnte mich auch davon überzeugen, dass nur schnelle und kompetente Hilfe wirklich Leben retten kann. Bereits eine Woche darauf habe ich beschlossen beim Rettungsdienst des Roten Kreuzes mitzuarbeiten. Diesen besonderen Stellenwert wird der Rettungsdienst immer haben für mich. Mein kleines ehrenamtliches Danke an die Gesellschaft und auch dafür, dass es mir persönlich gesundheitlich gut geht!“

Freiwilligkeit hat viele Gesichter und ist so facettenreich, wie die Menschen, die sie ausüben. Auch wenn es manchmal schwierig und herausfordernd ist, finden die vielen Freiwilligen des Roten Kreuzes Linz einen Weg, ihr Engagement mit dem sonstigen Leben zu vereinbaren. Dafür gebührt ihnen Dank. Nicht nur zum Internationalen Tag der Freiwilligkeit, sondern das ganze Jahr.

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