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LINZ. Der Boden, den wir für unser Überleben brauchen, ist eine begrenzte Ressource. Die negativen Auswirkungen der Versiegelung wertvoller Flächen sind seit Jahrzehnten bekannt und trotzdem wird weiter Bauland gewidmet. Am Mittwoch, 3. März, um 19 Uhr eröffnet im afo architekturforum oberösterreich die erfolgreiche Ausstellung des Wiener Architekturzentrums (Az W) „Boden für Alle“. 

Verbaute Erde: Parkflächen statt Ackerland (Foto: ÖHV)
Verbaute Erde: Parkflächen statt Ackerland (Foto: ÖHV)

Mittlerweile könnten alle Österreicher in bereits bestehenden Einfamilienhäusern untergebracht werden. Trotzdem wird weiter Bauland gewidmet, werden neue Einkaufszentren auf der grünen Wiese und Chaletdörfer in den Alpen errichtet. Anschaulich und konkret, kritisch und manchmal auch unfreiwillig absurd erläutert die Ausstellung die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Hintergründe. Wie wird Grünland zu Bauland? Wieso steigt der Preis für Grund und Boden? Fallstudien und Begriffserklärungen bringen Licht in das Dickicht der Zuständigkeiten. Ländervergleiche veranschaulichen Stärken und Schwächen, internationale Best-Practice Beispiele zeigen Alternativen.

Das afo hat die bestehende Ausstellung um einen Beitrag zu Oberösterreich erweitert, denn das Bundesland reiht sich beim Thema Bodenverbrauch im unrühmlichen Spitzenfeld ein. Laut Bodeninformationsbericht des Landes Oberösterreich werden täglich 2,2 ha Boden für Verkehrs- und Siedlungsflächen verbraucht (Stand 2019). Das entspricht beinahe der doppelten Fläche des Linzer Hauptplatzes – täglich!

Eröffnung: Donnerstag, 3. März, 19 Uhr (zur Anmeldung)
Ausstellungsdauer: 4. März bis 11. Juni
Geöffnet: Di-Fr 15-19 Uhr
Führungen: 9. und 23. März um 19 Uhr, 25. März um 17 Uhr; Anfragen für Sondertermine per Mail an office@afo.at

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