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LINZ. Die meisten Corona-Schutzmaßnahmen sind gefallen, das Gesprächsangebot „Lass uns telefonieren!“ bleibt.

Telefonfreundschaften leisten einen wichtigen Beitrag gegen Einsamkeit. (Foto: Syda Productions/Shutterstock.com)

Auch wenn Veranstaltungen und Treffen wieder aufleben, ändert sich für viele ältere, alleinstehende Menschen oft wenig, weil sie etwa aufgrund von Erkrankung oder eingeschränkter Mobilität kaum oder gar nicht teilhaben können. Deshalb bleibt die Initiative „Lass uns telefonieren!“ des Unabhängigen LandesFreiwilligenzentrums auch künftig wichtig. Ziel dieser ist es, Menschen die Möglichkeit zu geben, über Telefonate neue Kontakte zu knüpfen und sich regelmäßig mit jemanden auszutauschen.

„Lass uns telefonieren!“ wurde zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 ins Leben gerufen. Der Großteil der vielen Anrufer erzählte seither, dass die Pandemie zwar ihre Situation verschärft habe, sie sich aber schon davor alleine gefühlt und sich mehr Gesprächsmöglichkeiten gewünscht hatten. Ein 69-Jähriger Mann aus dem Bezirk Linz-Land schilderte etwa, dass er zwar Hobbys habe, denen er auch gerne alleine nachgehe, er es aber belebend fände, mit jemandem regelmäßig über seine Erlebnisse und Gedanken sprechen zu können. Er wurde mit einem etwa gleichaltrigen Mann aus Wien verbunden, mit dem er seitdem in telefonischem Austausch steht – für beide eine Bereicherung.

„Es ist unglaublich schön, wenn man zwei Menschen zusammenbringen kann und sich aus Telefonaten mitunter sogar Freundschaften entwickeln. Das ist für viele Menschen nicht selbstverständlich und deshalb sehr wertvoll“, weiß Maria Ecker-Angerer, Initiatorin und Projektkoordinatorin. Es brauche deshalb auch in Zukunft Menschen, die gerne mit anderen in Kontakt kommen wollen und sich Zeit für jemand anderen nehmen.

Zeit schenken am Telefon

Alle Personen, die gerne Zeit mit anderen am Telefon verbringen, können sich bei „Lass uns telefonieren“ freiwillig engagieren. Insbesondere auch ältere Menschen, die sich über Gesprächspartner freuen, und alleinlebende Personen, die sich mehr soziale Kontakte wünschen, sind eingeladen, mitzumachen.

Auf die Kontaktaufnahme folgt ein Anruf aus dem Projektteam, um Erwartungen, Bedürfnisse und Fragen abzuklären. Danach entwickeln sich die telefonischen Kontakte selbstständig.

Kontakt Maria Ecker-Angerer: 0664/5201384, maria.ecker-angerer@dieziwi.at


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