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LINZ. Wenn die Tage wärmer werden, laufen die Klimaanlagen wieder auf Hochtouren. Doch aufgepasst: Zwar sorgt die kühle Luft für den Moment für Erleichterung, wer es aber übertreibt, riskiert eine Erkältung.

Wer die Klimaanlage zu kalt einstellt, risikiert einen Infekt. (Foto: LIGHTFIELD STUDIOS/stock.adobe.com)

Der starke Temperaturwechsel zwischen drinnen und draußen erhöht das Infektionsrisiko. Es ist so ähnlich wie im Winter – nur mit umgekehrten Vorzeichen. Die Folge: Schnupfen, Kehlkopf- und Rachenentzündungen. „Man sollte darauf achten, dass zwischen Außen- und Raumtemperatur kein so großer Unterschied besteht: maximal fünf bis acht Grad“, rät HNO-Facharzt Georg Langmayr, der Fachgruppenvertreter der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in der Ärztekammer für OÖ ist.

Zur Behandlung der entstehenden Symptome können abschwellende Nasensprays, Salzwassersprays, Lutschtabletten, aber auch entzündungshemmende Medikamente angewandt werden. „Bei bakteriellem Befall kommt es zu eitrigen Entzündungen, die meist durch ein Antibiotikum schneller ausgeheilt werden können“, sagt Martin Burian, Primarius der HNO, Kopf- und Halschirurgie bei den Barmherzigen Schwestern und HNO-Fachgruppenstellvertreter in der Ärztekammer für OÖ.

Trockene Luft

Zusätzlich zur Absenkung der Temperatur spielt auch die Trockenheit der Luft, die durch eine Klimaanlage erzeugt wird, eine Rolle. „Bei starker Absenkung der Temperatur kommt es auch zur Absenkung der Raumfeuchtigkeit, welche wiederum eine trockene Schleimhaut nach sich zieht. Da die trockene Schleimhaut infektanfälliger ist, sollte selbst bei Verwendung von Klimaanlagen auf eine Raumfeuchtigkeit von knapp 60 Prozent geachtet werden“, sagt Burian. Eine zusätzliche Vorbeugungsmaßnahme von Infektionen in klimatisierten Räumen ist die regelmäßige Flüssigkeitszufuhr.

Regelmäßige Wartung

Wer schon eine Klimaanlage hat, sollte nicht darauf vergessen, sie regelmäßig zu servicieren, vor allem nach der langen Herbst-Winter-Frühjahrspause und vor dem Volleinsatz im Sommer. Denn in Klimaanlagen können sich Bakterien und Keime ansiedeln – die dann in den Raum gewirbelt werden.


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