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LINZ. Am 14. Juni startet die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland, auch zur Freude vieler Snackhersteller, Getränkekonzerne und Brauereien. Denn in diesen vier Wochen steigt der Konsum an Chips, Limonade, Wein und Bier. Wer allerdings bei jedem Match ins Snack-Sackerl greift, tut seinem Körper nichts Gutes. Diätologin Maria Wolfesberger vom Ordensklinikum Linz Elisabethinen hat ein paar hilfreiche Tipps, wie die EM auch vor dem TV ein Volltreffer wird. 

 (Foto: wideonet/stock.adobe.com)
(Foto: wideonet/stock.adobe.com)

Bei insgesamt 51 EM-Partien kann so einiges an Knabbergebäck, Fastfood und Getränken im Mägen und schließlich auf den Hüften landen.

Wer zum Beispiel 100g Chips (ca. 500 kcal), zwei Bier (ca. 450 kcal) und eine halbe Pizza (ca. 500 kcal) konsumiert, kommt auf 1450 (!) Kalorien pro Match. Über den gesamten EM-Zeitraum von vier Wochen häuft sich da eine gewaltige Menge an ungesunden Lebensmitteln an.

„Der hohe Salz- und Fettgehalt von Knabberzeug, sowie alkoholische und stark zuckerhaltige Getränke können auf Dauer im Körper großen Schaden anrichten. Ein übermäßiger Konsum erhöht das Risiko für Verdauungsprobleme, Übergewicht, Blut-hochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Diabetes. Chips, Schokolade, Wein, Bier, Mixgetränke, Limo und Co. sind daher nicht für den täglichen Verzehr geeignet. Zu diesen Leckereien sollte man nur gelegentlich greifen und dann in Maßen“, rät Diätologin Maria Wolfesberger.

Die besseren Alternativen zu Bier, Chips & Co

Wer beim Fußballschauen oder EM-Public-Viewing nicht auf Snacks oder Alkohol verzichten möchte, könnte zu gesünderen Alternativen greifen. Statt dem kühlen Bier würde sich ein Sommerspritzer anbieten.

„Ein halber Liter Mineral und ein kleiner Schuss Wein haben gerade mal 45 Kalorien. Zum Snacken sind Nüsse deutlich gesünder als Chips, sie enthalten viele Nährstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Allerdings nicht mehr als eine Hand voll täglich. Zudem sollten sie ungesalzen sein. Auch frisches Popcorn mit wenig Salz oder Chilipulver ist lecker und deutlich gesünder als Chips“, so Ernährungsexpertin Maria Wolfesberger.

Diverse zuckerhaltige und ungesunde Limonaden können durch selbstgemachte Eistees ohne Zucker, ein kaltes Soda-Zitron, Wasser mit Minze, Ingwer oder Limettenscheiben ausgetauscht werden. Ein geschickter Spielzug für alle Biertrinker wäre alternativ der saure Radler.

Gesunde Snacks ohne viel Aufwand

Jetzt kommt das knackige Gemüse von der Auswechselbank ins Spiel. Davon kann man so viel essen, wie man will. Anstatt das nächste Chips-Sackerl Sour Cream aufzureißen, empfiehlt die Diätologin Maria Wolfesberger Gemüsesticks mit Dip.

„Salatgurken, Karotten, Paprika, Kohlrabi, Stangensellerie oder Kirschtomaten eignen sich perfekt für eine bunte und gesunde Snack-Platte. Vielleicht sogar in den Farben der Lieblingsmannschaft. Zusammen mit einem Joghurt-Dip mit frischen Kräutern und etwas Zitronensaft schmeckt sie einfach gut. Ein möglicher EM-Party-Snack sind auch Oliven ohne Öl, sie enthalten Vitamin E, Folsäure, Beta-Carotin sowie ungesättigte Fettsäuren“, so die Expertin.


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