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OÖ/BEZIRK. Für bestimmte Operationstermine haben sich die Wartezeiten in den oberösterreichischen Spitälern drastisch verlängert. Arbeiterkammer-Präsident Andreas Stangl kritisiert auch die großen Unterschiede für Patienten mit allgemeiner Kranken- und privater Zusatzversicherung.

Der Präsident der Arbeiterkammer OÖ übt Kritik an den langen Wartezeiten auf OP-Termine und an den großen Unterschieden, die zwischen Kassen- und Privatpatienten gemacht werden. (Foto: WoGi/stock.adobe.com)

Für eine Krampfadern-OP beträgt die Wartezeit im Kepler-Uniklinikum Linz derzeit 90 Wochen, besonders verschärft hat sich die Lage im Spital in Freistadt: hier mussten Krampfader-Patienten vergangenes Jahr 38 Wochen warten, heuer beträgt die Wartezeit bereits 70 Wochen.

Auch bei Knieprothesen ist Geduld gefragt: Im Ordensklinikum Linz dauert es 73 Wochen bis zum OP-Termin, im Krankenhaus Rohrbach sind es „nur“ 62 Wochen. Allerdings hat sich die Wartezeit im Vergleich zum Vorjahr um 46 Wochen verlängert. Auch wer eine neue Hüfte braucht, muss warten: im Ordensklinikum Linz bis zu 60 Wochen lang. Selbst Kinder, die eine Mandel-OP benötigen, kommen nicht sofort zu einem Termin. Im Klinikum Wels-Grieskirchen etwa sind sie nach etwa 55 Wochen an der Reihe.

Wartezeiten überall gestiegen

AK OÖ-Präsident Andreas Stangl fordert eine Reduktion der Wartezeiten: „Sie sind im Vergleich zum Vorjahr in fast allen Krankenanstalten und bei fast allen Operationen gestiegen. Dadurch ist auch die Gesundheit der Arbeitnehmenden stark beeinträchtigt. Die Krankheitsverläufe verlängern sich und die Arbeitsfähigkeit ist eingeschränkt.“ Zudem brauche es Personalstrukturen und Dienstpostenpläne, die verhindern, dass Operationssäle gesperrt werden müssen.

Zwei-Klassen-Medizin auf dem Vormarsch

Stangl kritisiert auch, dass in manchen Spitälern Personen ohne private Versicherung doppelt so lange auf benötigte Operationen warten müssen. Im Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikum etwa beträgt die Wartezeit für Patienten mit Zusatzversicherung für eine Hüftprothese 15 Wochen. Patienten ohne Privatversicherung müssen 28 Wochen warten.

Die Oberösterreichische Gesundheitsholding bietet auf ihrer Website einen Überblick über die kürzesten Operations-Wartezeiten und über die OP-Wartezeiten der Fondskrankenanstalten.


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