Kopfläuse bei Kindern richtig erkennen und behandeln
LINZ. Mit dem Start von Schule und Kindergarten verbringen Kinder wieder mehr Zeit in Gruppen. Damit steigt auch die Gefahr von Kopfläusen. Der Linzer Hautarzt Alex Kilbertus erklärt, wie Eltern einen Befall erkennen und was dann zu tun ist.

LINZ. Kopfläuse sind unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich. Sie haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Besonders in Schulen, Kindergärten und Horten können sie sich verbreiten, wenn Kinder engen Kontakt miteinander haben. Die Tiere können weder fliegen noch springen. Meist werden sie durch direkten Kopf-zu-Kopf-Kontakt übertragen. Eine Ansteckung über gemeinsam verwendete Gegenstände komme dagegen nur selten vor.
Genau kontrollieren
Juckreiz ist nicht immer ein sicheres Zeichen für Kopfläuse. Gibt es im Umfeld eines Kindes einen Befall, sollten Eltern daher Kopfhaut und Haare genau kontrollieren. „Um wirklich sicher festzustellen, ob ein Befall vorliegt, empfiehlt es sich, die Haare mit einem speziellen Läuse- oder Nissenkamm Strähne für Strähne nach Lauseiern, Larven oder Läusen abzusuchen“, sagt Alex Jakob Kilbertus, Fachgruppenvertreter für Haut- und Geschlechtskrankheiten in der Ärztekammer für Oberösterreich. Besonders genau sollten Eltern hinter den Ohren, an den Schläfen und im Nacken nachsehen.
Behandlung rasch beginnen
Wer Läuse entdeckt, sollte rasch mit der Behandlung starten. Dafür gibt es spezielle Lausmittel in der Apotheke. Sie müssen genau nach der Packungsbeilage angewendet werden. Je nach Präparat ist die Behandlung nach einigen Tagen zu wiederholen. „So erwischt man auch Läuse, die erst nach der ersten Behandlung geschlüpft sind“, erklärt Kilbertus. Auch Familienmitglieder und enge Kontaktpersonen sollten kontrolliert werden.
Eine aufwendige Desinfektion der gesamten Wohnung ist laut Ärztekammer nicht nötig. Wichtig sei hingegen, Schule, Kindergarten oder Hort rasch zu informieren. So können andere Familien ihre Kinder ebenfalls kontrollieren.
„Kopfläuse sind zwar lästig, aber gut behandelbar. Ausschlaggebend ist, einen Befall frühzeitig zu erkennen, konsequent zu behandeln und enge Kontaktpersonen zu informieren“, so der Dermatologe.








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