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LINZ. Wenn Allergien Kinder beim Spielen, Lernen oder Sport einschränken, kann eine Hyposensibilisierung helfen. Zwei Kinderärztinnen des Ordensklinikums Linz erklären, für wen die Behandlung geeignet ist und was Eltern tun können.

Ein Allergietest ist Voraussetzung für die Hyposensibilisierung, die Kindern helfen kann, Allergieauslöser besser zu vertragen. (Foto: Microgen/stock.adobe.com)

Die Behandlung kommt etwa bei Pollen-, Hausstaubmilben- und Insektengiftallergien infrage. Sie soll den Körper daran gewöhnen, den Allergieauslöser besser zu vertragen.

„Ziel ist es, die Reaktion des Immunsystems auf den Allergieauslöser zu verändern“, erklärt Olivia Lungenschmid, Kinderärztin am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern. Dafür wird zunächst eine kleine Menge des Auslösers verabreicht. Die Dosis wird dann schrittweise erhöht.

Behandlung ab fünf Jahren

„Eine Therapie kann bei Kindern ab fünf Jahren durchgeführt werden“, sagt Kinderärztin Anna Sophia Posawetz. Meist bestehen die Beschwerden bereits mindestens zwei Jahre oder Saisonen. Ein positiver Allergietest muss vorliegen.

Die Behandlung dauert drei bis fünf Jahre. Je nach Therapie erhalten die Kinder täglich Tropfen unter die Zunge oder eine Tablette. Eine weitere Möglichkeit sind Spritzen alle vier bis sechs Wochen. Danach bleibt das Kind zur Beobachtung noch 30 Minuten vor Ort.

Ob eine Behandlung sinnvoll ist, besprechen Eltern mit den Ärzten. Entscheidend ist auch, wie stark die Beschwerden den Alltag beeinträchtigen. Dass die Allergie vollständig verschwindet, ist nicht garantiert.

Was Eltern im Alltag tun können

Bei einem Allergieverdacht kann ein Symptomtagebuch helfen. Eltern notieren, wann Beschwerden auftreten und womit das Kind zuvor Kontakt hatte. Die Abklärung erfolgt beim Kinder- oder HNO-Arzt.

Bei Pollenallergien sollten Jacken und Schuhe im Eingangsbereich bleiben. Wäsche sollte nicht draußen trocknen. Bei Hausstaubmilben helfen heiß gewaschene Bettwäsche und spezielle Matratzenüberzüge. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, können Ärzte passende Medikamente empfehlen.


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