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Eine Talentprobe nach der anderen gibt Thomas Preining (Lechner Racing Team) in seiner ersten vollen Saison in der ADAC Formel 4.

  1 / 2   Seinen ersten großen Sieg in der ADAC Formel 4 feierte der erst 18-jährige Linzer Thomas „Tommy“ Preining am Red Bull Ring. Fotos: Philip Platzer/Red Bull Content Pool

Bei seinem Debüt im Vorjahr fuhr der Linzer gleich auf das Podium, was ihm in der laufenden Saison bereits drei Mal gelang. Zum ersten wirklich ganz großen Wurf in seiner noch jungen Karriere holte der 18-jährige GoKart-Junioreneuropameister von 2014 wie in Tips berichtet mit seinem ersten Sieg ausgerechnet beim Heimrennen am Red Bull Ring im steirischen Spielberg aus. „Ein unvergleichliches und echt geiles Gefühl. Von der Wertigkeit her kommt dieses Erlebnis am ehesten der Freude nach dem Europameistertitel gleich“, erinnert sich der Maturant am Georg von Peuerbach-Gymnasium in Linz-Urfahr. Und wohin soll die Reise in den nächsten zwei, drei Jahren gehen? „Heuer will ich in der Formel 4 noch Rennen gewinnen oder zumindest auf das Podium. Dann plane ich zwei Saisonen in der nächsthöheren Klasse Formel 3.“

„Keine Fehler gemacht“

Freudestrahlend und hoch zufrieden nahmen die Teamleader Robert und Walter Lechner den bärenstarken Auftritt ihres talentierten Schützlings zur Kenntnis. „Schon die Pole Position war eine große Leistung. Im Rennen setzte Tommy noch eins drauf und machte keine Fehler. Umso schöner, dass er seinen Premierensieg vor heimischem Publikum feierte.“

Bis zu 250 Stundenkilometer

Unterwegs ist Newcomer Thomas „Tommy“ Preining auf einem Composite Carbon Boliden (Hersteller Tatuus) mit einem Mindestgewicht von 570 Kilogramm. Bei stolzen 160 Pferdestärken Leistung beschleunigt der 1,4 Liter Abarth 414 TF Turbomotor (Drehmoment 250 Newtonmeter/3500 Umdrehungen pro Minute) den fahrbaren Untersatz auf bis zu 250 Stundenkilometer.

100 Motorrad-WM-Einsätze

Dass auch motorsportliche Äpfel nicht weit von Stamm fallen, beweist die Rennfieber-Situation im Hause Preining. Von 1986 bis 1994 war Papa und Mentor Andy auf Rotax, Yamaha und Aprilia in der Motorrad-Weltmeisterschaft unterwegs. Nach 100 Grand Prix in der Klasse bis 250 Kubikzentimeter Hubraum standen für den heute 55-Jährigen 159 Punkte zu Buche. „Obwohl Thomas im Vergleich zu anderen Fahrern noch sehr wenig Erfahrung hat, zeigt seine Leistungskurve steil nach oben“, sieht er seinen Sohn als „Rohdiamant, den man mit viel Gefühl noch schleifen muss“.

Nur fünf sind noch besser

In der aktuellen Gesamtwertung der ADAC Formel 4 findet sich Thomas Preining nach fünf von acht Bewerben mit 101 Punkten auf Rang sechs. In Führung mit 254 Zählern liegt der 20-jährige Vorjahresdritte Joey Mawson aus Australien vor den Deutschen Mick Schumacher (208/17 Jahre), Mike-David Ortmann (157/16), Kim Luis Schramm (150/19) und Jannes Fittje (112/17). Noch ausständig sind die Events am Nürburgring (GER) von 5. bis 7. August, im niederländischen Zandvoort (19. bis 21. 8.) und in Hockenheim (30. 9. bis 2. 10.).

Nähere Infos und alle Detailergebnisse im Internet unter www.adac-motorsport.de oder www.lechnerracing.com


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