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LINZ/ENGERWITZDORF. Den größten Erfolg in seiner bereits mehr als vier Jahrzehnte dauernden Motorsportkarriere feierte Alfred Weißengruber. Der PS-Haudegen aus Treffling in der Gemeinde Engerwitzdorf kürte sich 2016 als Gesamtsieger im Histo-Cup zum österreichischen Tourenwagenmeister auf der Rundstrecke.

  1 / 2   Mit einem BMW 635 CSI dieser Bauart waren auch Motorsportgrößen wie Gerhard Berger oder Dieter Quester unterwegs. Fotos: Weißengruber

„Gut Ding braucht eben Weile, auch in den ganz schnellen Sportarten“, schmunzelt der 61-jährige Unternehmer, seit 1988 Inhaber eines Kfz- und Motorsportbetriebes mit Sitz in Linz, nach stolzen 16 Top-Drei-Platzierungen in ebenso vielen Saisonrennen (zehn Siege, vier zweite Plätze, zwei dritte) auf Schauplätzen in Italien, Ungarn, Slowakei, Tschechien und Österreich, wo insgesamt gleich vier Bewerbe in Salzburg und Spielberg über die Bühne gingen.

Drei Oberösterreicher voran

„Seit sechs Jahren fahre ich ununterbrochen die Tourenwagenmeisterschaft. Nach drei Siegen in der Klasse bis vier Liter Hubraum zwischen 2011 und 2013 ist es mir endlich gelungen, auch dank des Einsatzes meiner beiden Mechaniker Martin Tamesberger und Markus Minichshofer die Gesamtwertung zu gewinnen“, jubelt Weißengruber.

Auf dem Podium standen schließlich sogar drei Oberösterreicher. Rang zwei unter den mehr als 50 klassierten Teilnehmern sicherte sich Mini-Pilot Thomas Kaiser vom MSC Rottenegg vor dem 59-jährigen Langensteiner Bernhard Deutsch.

320 Pferde machen Tempo

Auf seine heuer so erfolgreiche Reise ging Weißengruber auf einem 320 PS starken BMW 635 CSI, der Spitzengeschwindigkeiten von rund 240 Stundenkilometer erlaubt. Vor gut zehn Jahren erwarb der Mühlviertler den fahrbaren Untersatz, restaurierte das Gerät, baute es völlig neu auf und machte es wieder renntauglich. „Auf baugleichen Boliden waren auch österreichische Motorsportgrößen wie beispielsweise der spätere Formel-1-Pilot Gerhard Berger oder Dieter Quester unterwegs“, erinnert sich der in zweiter Ehe glücklich verheiratete vierfache Patchwork-Familienvater und Opa von acht Enkelkindern.

Karriereende nicht in Sicht

Nach seinem ersten großen Titelgewinn denkt Alfred Weißengruber, der im Rahmen einer auch international bedeutenden Motor-Show im deutschen Essen mit der „Großen Goldenen Ananas“ und dem DSK-Sportpokal ausgezeichnet wurde, nicht im Traum daran, den Gasfuß ruhend zu stellen. „Nächstes Jahr nehme ich die erfolgreiche Titelverteidigung ins Visier. Ans Aufhören denke ich vorerst jedenfalls noch nicht. Damit muss ich mich ohnehin noch früh genug beschäftigen“, fühlt sich der Routinier noch immer fit wie ein Junger. Bis zum ersten Rennen 2017 bleibt aber noch Zeit, die der Trefflinger vor allem im Kreis seiner großen Familie genießen will.


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