Tom Rowe ist der neue Mann an der Bande

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Victoria  Preining Victoria Preining, Tips Redaktion, 08.03.2019 15:46 Uhr

LINZ. Seit Mitte Jänner hat der Amerikaner Tom Rowe in Linz die Trainerposition übernommen.

Nur zehn Tage, nachdem sich die Liwest Black Wings Linz von ihrem ehemaligen Coach Troy Ward getrennt haben, wurde ein neuer Trainer verkündet: Tom Rowe. Der 62-Jährige, der zuletzt bei den Florida Panthers coachte, blickt auf eine lange Spieler- und Trainerkarriere zurück. Sein erster Eindruck von Linz: „Mein erster Eindruck ist wirklich positiv. Wir haben ein gutes Team und viele gute Spieler. Ich weiß, dass die Position, in der wir sind, für die Organisation hier ungewohnt ist. Aber es ist, wie es ist, und die Spieler gehen positiv damit um“, so Rowe. Einen großen Vorteil, über den Linz verfügt, hat auch der US-Amerikaner schnell erkannt: die Fans. „Sie sind sehr gut, sehr unterstützend und sehr leidenschaftlich“, so der 62-Jährige.

Der Ruf der Linzer

Dass sich Rowe für die Black Wings entschieden hat, habe laut ihm viel mit dem guten Ruf des Vereins zu tun. „Ich habe sehr viele gute Dinge von den Spielern gehört, die ich in Nordamerika gecoacht habe. Danny DaSilva war einer davon. Und ich habe gegen Corey Locke gecoacht“, so Rowe weiter. Generell habe er von vielen Seiten gehört, dass Linz ein guter Ort zum Arbeiten sei. „Natürlich haben meine Frau und ich auch Nachforschungen über Linz gemacht und von dem, was wir auf den Bildern und Videos sehen konnten, hat uns die Stadt sehr gut gefallen.“ Neben Linz findet Rowe auch die Liga selbst gut: „Es gibt hier mehr Talent, als ich dachte. Ich war mir nicht ganz sicher, was mich hier erwarten würde, um ehrlich zu sein.“ Nicht nur von der Liga, auch von der Arbeit seiner Assitant-Coaches, Mark Szücs und Jürgen Penker, zeigte sich der 62-Jährige beeindruckt. Auch die Schiedsrichter in der Erste Bank Eishockey Liga würden laut Rowe gute Arbeit leisten.

Schnelles Eishockey mit vielen Torchancen

Geht es um Eishockey selbst, so bevorzugt Rowe vor allem schnelles und offensives Eishockey. „Wir müssen Pucks schießen und die Spieler vor das Tor bringen, um dort Chaos zu erzeugen. So habe ich es selbst geliebt zu spielen und so mag ich es auch als Coach.“ Dass „Black Wings Hockey“ bedeute, ein schnelles Spiel zu spielen, darin sei er sich mit Manager Christian Perthaler vollkommen einig. Aber nicht nur auf dem Eis will Rowe aktive Spieler sehen. Auch er selbst ist auf der Bank aktiv und spricht immer wieder mit den Spielern. „Vor 15 oder 20 Jahren mussten Trainer das nicht machen und in Nordamerika machen das auch heute einige nicht. Ich habe immer mit den Jungs geredet und vor allem jetzt mit den jungen österreichischen Spielern möchte ich, dass sie verstehen, was ich da draußen von ihnen will. Und noch wichtiger, wenn sie einen Fehler machen, will ich nicht, dass sie nervös zurück auf die Bank kehren oder sich schlecht fühlen“, so Rowe.

Die Wichtigkeit der Form

Die gerade beendete Länderspielpause sei laut Rowe eine gute Möglichkeit, um am System und an den individuellen Fähigkeiten zu arbeiten. „Aber wir müssen einfach weiter machen, so wie wir es bisher gemacht haben. Denn es gefällt mir, wie wir gespielt haben. Ich glaube nicht, dass wir schlecht gespielt haben“, sagt der Trainer. In den kommenden Runden sei es wichtig, dass die Spieler fit sind. „Du kannst diese Art von Hockey nicht spielen, wenn du nicht in großartiger Form bist“, so der Amerikaner.

 

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