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LINZ. Die 25-jährige Sprinterin Susanne Walli (TGW Zehnkampf-Union) qualifizierte sich heuer zum ersten Mal für die Olympischen Spiele. Sie wird im Damen-400-Meter-Sprint Anfang August an den Start gehen. Über ihren aktuellen Zustand, ihre Ziele, die Premiere und vieles Weitere sprach die Leichtathletin mit Tips.

Susanne Walli ist am Weg zu ihren ersten Olympischen Spielen. (Foto: GEPA pictures/ Manfred Binder)
Susanne Walli ist am Weg zu ihren ersten Olympischen Spielen. (Foto: GEPA pictures/ Manfred Binder)

Tips: Frau Walli, in ein paar Tagen ist es soweit – Sie bestreiten Ihre ersten Olympischen Spiele. Wie fühlen Sie sich aktuell?

Susanne Walli: Ich fühle mich momentan gut, bin gesund und fit. Ich spüre schon große Vorfreude auf Tokio.

Tips: Was erwarten Sie sich von Ihrer Olympia-Premiere?

Walli: Für mich geht es in erster Linie darum, Erfahrung auf der großen internationalen Bühne zu sammeln. Ich bin schon gespannt auf die Wettkampfstätten und das Leben im olympischen Dorf. Ich hoffe, dass trotz der coronabedingten Einschränkungen eine gute Stimmung während der Bewerbe herrscht.

Tips: Welche Ziele haben Sie sich für Tokio gesetzt?

Walli: Ich freue mich schon sehr auf den Wettkampf im olympischen Stadion und möchte ein gutes Rennen zeigen. Eine konkrete Platzierung habe ich mir nicht vorgenommen. Schön wäre es, wenn ich eine neue persönliche Bestleistung aufstellen kann.

Tips: Sie treten im 400-Meter-Lauf an – warum haben Sie sich eigentlich auf diese Disziplin spezialisiert?

Walli: In den Nachwuchsklassen machte ich noch in mehreren Disziplinen Wettkämpfe, es hat sich dann aber schon bald herauskristallisiert, dass mir das Sprinten und Laufen am meisten liegt.

Tips: Gab es ein Schlüsselerlebnis, das zu dieser Entscheidung geführt hat?

Walli: Ich konnte in der U16-Klasse 2010 meinen ersten österreichischen Nachwuchsmeistertitel über 300 Meter gewinnen. Es war etwas ganz Besonderes für mich. Von da an wusste ich, wenn ich weitertrainiere, kann ich auch in der allgemeinen Klasse einmal einen Langsprinttitel gewinnen. 2013 konnte ich mich dann über 400 Meter für die Jugendweltmeisterschaft qualifizieren und von da an bin ich bei dieser Distanz geblieben.

Tips: Was fasziniert Sie an dieser Sportart am meisten?

Walli: Speziell beim Sprinten gefällt mir die Einfachheit der Idee: Wer kann am schnellsten von A nach B laufen. Wenn ich im Wettkampf vor dem Startblock stehe, weiß ich, da sind jetzt nur ich und meine Spikes.

Tips: Was ist Ihrer Meinung nach das wichtigste Element, um schnell zu laufen?

Walli: Ich glaube, dass vieles zusammenpassen muss, um wirklich schnelle Zeiten laufen zu können. Reaktivität, Kraft und eine gute Lauftechnik sind dabei sicher wichtige Komponenten.

Tips: Wenn eine Nachwuchsleichtathletin Sie nach Tipps fragen würde, welche würden Sie ihr geben?

Walli: Ich denke, dass mit Geduld und Hartnäckigkeit sehr vieles möglich ist – wichtig ist es aber, auf keinen Fall den Spaß an der Bewegung zu verlieren. Im Leistungssport ist man immer wieder mit Rückschlägen konfrontiert, aber es lohnt sich, weiterzumachen.

Tips: Was zeichnet Sie als Sportlerin aus?

Walli: Ich arbeite konsequent an meinen Zielen, versuche aber immer die Lockerheit zu bewahren. Auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist, habe ich viel Spaß am Training.

Tips: Was ist Ihr Motto?

Walli: Auch viele kleine Schritte bringen einen voran.

Tips: Angenommen, es hätte mit dem Sprung in den Profisport nicht geklappt, welchen Beruf würden Sie heute ausüben?

Walli: Für mich war nach der Schule klar, dass ich in den nächsten Jahren Profisportlerin sein will. Aber wahrscheinlich hätte ich ein naturwissenschaftliches Studium gemacht, diese Fächer haben mich während der Schulzeit am meisten interessiert.

 


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