Sportartwechsel mündet bei Paul Bräutigam in den Europameistertitel
LINZ. Der 18-jährige Hockeyspieler Paul Bräutigam beendete seine Schwimmkarriere für den Hockeysport und erreichte in diesem nun Großes. Im Sommer gewann er mit dem Nationalteam die U18-Europameisterschaft.

War er mit elf Jahren noch überzeugter Schwimmer, hat er mit zwölf Jahren erstmals einen Hockeyschläger in der Hand gehalten – eine neue Leidenschaft war geboren. Die bis heute anhält und den damals 13-Jährigen sogar zum Sportartwechsel trieb. „Die Motivation war für Hockey definitiv größer. Ich habe die Entscheidung nie bereut“, blickt Bräutigam zurück. Faszinierend am Hockey findet der junge Sportler die Vielfältigkeit sowie die Kombination aus Fitness und Ballkontrolle. „Außerdem ist es ein Teamsport und der Zusammenhalt innerhalb der Hockeygemeinschaft in Österreich sowie in den Vereinen ist sehr groß“, wie Paul Bräutigam stolz betont.
„Ich dachte nie daran, bei einer Europameisterschaft zu spielen“
Die Entscheidung, den Sport zu wechseln, machte er sich jedoch nicht leicht. Schließlich schwamm er seit dem Alter von sechs Jahren. Und das ganz gut. Doch trotz dessen verspürte er den Drang, sich als Hockeyspieler zu beweisen. Der bis heute anhält und ihm im Juli dieses Jahres eine U18-EM-Teilnahme samt Titel einbrachte. „Ich dachte nie daran, bei einer Europameisterschaft zu spielen, das war bei meinem Beginn mit 14 Jahren in weiter Ferne“, zeigt sich der 18-Jährige demütig. Über einen Schulhockeykurs kam der junge Paul damals in der dritten Klasse des Gymnasiums am Kollegium Aloisianum zu dieser Sportart. Bevor er sich mit 14 Jahren dem Verein Traun-Linz-Hockey-Club anschloss, beendete er im Alter von zwölf Jahren endgültig seine Laufbahn als Schwimmer. Beides gleichzeitig leistungsorientiert zu betreiben, war zeitlich nicht mehr zu vereinbaren.
„Ich weiß jedoch, was ich will“
Nicht leicht unter einen Hut zu bekommen waren auch im heurigen Frühjahr die Schule mit dem Matura-Jahr und der Leistungssport. Schließlich pendelte Bräutigam im Frühjahr regelmäßig nach Wien zum Nationalteamtraining und kam häufig erst spät nachts am Bahnhof in Linz an. Diese Zeit war, wie er selbst sagt, teilweise schwierig. „Ich weiß jedoch, was ich will und bin diszipliniert“, beschreibt Paul seinen fokussierten Charakter, der ihm dabei geholfen habe, beides hinzukriegen.
Großer Karriereschritt
Nun spielt er beim Post SV in Wien. Den Sprung dorthin schaffte der schnelle Stürmer im Juni – ein großer Karriereschritt. Denn: Der Post SV ist Hallenmeister und in der ersten Hockey-Bundesliga beheimatet. Dort möchte er sich in der kommenden Saison beweisen und einen Stammplatz erspielen. Doch Paul Bräutigam ist das noch nicht genug: „Ich möchte Cupsieger und Meister werden“, blickt der junge Sportler ehrgeizig auf die kommende Saison. Wenn er nicht gerade am Hockeyfeld steht, betreibt er übrigens gerne auch andere Sportarten – so spielt er liebend gerne Tennis oder ist auf den Skiern unterwegs.


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